Meerbusch: Wohnen in Alt-Meererbusch

Meerbusch: Wohnen in Alt-Meererbusch

Alt-Meererbusch ist eine der teuersten Wohnlagen des Landes. Villen im Wert von ein bis fünf Millionen Euro mit der entsprechend luxuriösen Innenausstattung sind dort Standard. Protokoll einer Besichtigung.

BÜDERICH Eine Villa in Alt-Meererbusch bedeutet luxuriöses Wohnen in der Nachbarschaft von Prominenz aus Wirtschaft, Wissenschaft und Sport. Doch wie sieht es in diesen Häusern im Wert ab etwa einer Million Euro (häufig deutlich mehr) tatsächlich aus? Ein Protokoll einer Besichtigung:

Maklerin Nadine Baum, Geschäftsführerin und Inhaberin von Fohrer-Immobilien, schließt die schwere, alarmgesicherte Tür auf. Der erste Eindruck der Diele trifft bereits auf das ganze Haus zu: großzügig und stilvoll. Der Luxus setzt sich dezent als gehobene Wohnkultur in Szene, nicht protzig. Wer die veranschlagten 1,63 Millionen Euro zur Hand hat, bekommt dafür 307 Quadratmeter Platz zum Wohnen auf hohem Niveau (acht Zimmer, drei Designer-Bäder) plus 72 Quadratmeter Nutzfläche auf vier Ebenen. Von der mit hellem Marmor ausgelegten und von dimmbaren Spots sanft beleuchteten Diele gehen vier Türen ab: zum Garderobenraum, einem Gäste-WC, zu Wohnküche und Kaminzimmer.

An Küchen und Bädern kann man meist auf den ersten Blick sehen, ob der Bauherr geknausert hat. Bei diesem Objekt, einem 2007 auf dem ehemaligen Flick-Grundstück entstandenen Neubau, war das nicht der Fall. "Die Substanz ist insgesamt hochwertig", lobt die Maklerin.

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Die Küche wartet mit reichlich Granit-Arbeitsplatten und Stauraum, extrabreitem Ofen und einem voluminösen US-Edelstahl-Kühlschrank auf. Koch/Köchin und Gäste bewegen sich auf Marmorboden, unter dem sich (wie im gesamten Haus) eine Fußbodenheizung befindet. Für die Wandfarbe (creme) sorgt keine Tapete sondern glatter Putz.

Der U-förmige Arbeitsteil der Küche öffnet sich zu einem Essbereich hin, der durch bodentiefe Holz-sprossenfenster einen Blick auf Garten und Terrasse bietet. Von dort aus geht es durch Schiebetüren ins blau-weiß gehaltene Kaminzimmer, den 51 Quadratmeter großen Hauptraum des Hauses. Den Boden bedeckt hellbraunes Fischgrätenparkett aus Echtholz. Am Winkel zwischen Wänden und hoher Decke zieht sich eine weiße Stuckleiste entlang, die mit einer Sockelleiste am Fuß der Wände korrespondiert. Zurzeit ist der Raum leer, und der Betrachter kann seine Fantasie spielen lassen beim Gruppieren künftiger Sitzgarnituren, Schränke, etc.

Weitere Räume finden sich im ersten Stock, den man über eine Marmortreppe (mit integrierter Beleuchtung) erreicht. Dort ließen sich beispielsweise zwei Kinderzimmer (22 und 21 Quadratmeter) einrichten, erläutert Nadine Baum. Daneben liegt noch ein etwas größeres Elternschlafzimmer. Der Clou ist aber das dazu gehörende Designer-Bad, in dem schwarzer und cremefarbener Marmor dominieren. Zum Teil wurden dafür quadratmetergroße Platten des edlen Steins verarbeitet, was aber wieder nicht protzig wirkt, sondern durchaus passend. Im Stockwerk darüber findet sich noch ein Ankleidezimmer mit diversen Einbauschränken – und zum guten Schluss ist auch noch das Souterrain, wo noch ein Gästezimmer wartet, im Stil des Hauses ausgebaut. Auch im Untergeschoss liegt Marmorboden. Nur eins hat das Haus nicht: einen Pool. "In diesem Preissegment ist das nicht ausschlaggebend", weiß die Maklerin: "Pools gehören eher in Häusern ab 2,5 Millionen Euro zum Standard".

(RP)
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