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Meerbusch: Wird der Verkehrskollaps so vermieden?

Meerbusch : Wird der Verkehrskollaps so vermieden?

Ab dem 4. Januar wird das Kaarster Kreuz umgebaut. Autofahrer aus Richtung Krefeld können nun doch in Richtung Düsseldorf abbiegen und müssen nicht den Umweg über die A44 nehmen. Hat Meerbusch eine Sorge weniger?

Als der Landesbetrieb Straßen Mitte November ankündigte, in Kürze mit dem Umbau des Kaarster Kreuzes zu beginnen, war der Aufschrei in Meerbusch groß. Die Zu- und Abfahrten sollen größere Radien erhalten — das soll die Zahl der Lkw-Unfälle senken. Vorgesehen war darüber hinaus, dass Autofahrer aus Richtung Krefeld kommend am Kaarster Kreuz nicht mehr auf die A52 in Richtung Düsseldorf wechseln können. Sie sollten vom Kreuz Meerbusch über die A 44 Richtung Landeshauptstadt umgeleitet werden. Meerbuscher Politiker wie Werner Damblon (CDU) befürchteten, dass so mehr Staus im Stadtgebiet entstehen, weil sich Autofahrer erfahrungsgemäß neue Schleichwege suchen werden. "Das hätte auf den zu den Stoßzeiten ohnehin schon gut gefüllten Hauptstraßen in den Stadtteilen für noch mehr Stau gesorgt", sagte auch Ilse Niederdellmann von der SPD. Zudem zeigten sich Meerbuscher Politiker darüber entsetzt, dass vonseiten des Landesbetriebs keine Informationen über Sperrungen und Umleitungen an die Stadt Meerbusch durchgedrungen sind.

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Doch wenige Tage vor Weihnachten hat es sich der Landesbetrieb anders überlegt. Offenbar richtet man eine Umleitung über Kaarst Nord ein, so dass man mit einem kleinen Umweg doch nach Düsseldorf abbiegen kann. Von der ursprünglichen Idee, etwa 9 500 Autos täglich im Kreuz Meerbusch auf die Flughafenautobahn Richtung Düsseldorf umzuleiten, habe man sich verabschiedet, sagt Projektleiter Josef de Mülder.

Grund: Die Frage, wie die Autofahrer im Norden Düsseldorfs weitergeführt werden, "war nicht einfach zu beantworten." Die Autos wären in Höhe Messe/Flughafen angekommen und hätten sich von dort den Weg in die Stadt suchen müssen. Offenbar gab es ernsthafte Zweifel, dass Autofahrer diesen Weg in Kauf nehmen.

Die neu eingerichtete "Schleife" über Kaarst-Nord bedeutet für die Autofahrer zwei Kilometer Fahrstrecke mehr. Zudem kann die Anschlussstelle mit einer zusätzlichen Fahrspur so hergerichtet werden, dass Ab- und Auffahren möglich ist, ohne dass Ampelschaltungen oder Verkehrszeichen diesen Verkehrsstrom bremsen.

Diese Regelung gilt ab Samstag, 4. Januar, also erst im Anschluss an die Feiertage. Noch in dieser Woche wird die Abfahrt von der A 52 aus Düsseldorf zur A 57 in Richtung Köln freigeben. Wochenlang mussten die Autofahrer mit diesem Fahrtziel über die Anschlussstelle Kaarst-Nord an der A 52 umgeleitet werden.

(RP)