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Meerbusch: Wipro investiert 15 Millionen

Meerbusch : Wipro investiert 15 Millionen

Der indische IT-Spezialist Wipro hat das ehemalige Rechenzentrum der Citybank in Büderich übernommen und bietet dort Server-Kapazitäten an – vor allem für Mittelständler. 150 Arbeitsplätze sollen entstehen.

Der indische IT-Spezialist Wipro hat das ehemalige Rechenzentrum der Citybank in Büderich übernommen und bietet dort Server-Kapazitäten an — vor allem für Mittelständler. 150 Arbeitsplätze sollen entstehen.

"Wir haben bereits 16 Mitarbeiter eingestellt und wollen rund 150 Menschen hier beschäftigen", sagt Ralf Reich. Der Deutschland-Manager des indischen IT-Unternehmens Wipro Technologies nahm jetzt mit seinen Mitarbeitern und Managern aus anderen Ländern das neue Rechenzentrum in Büderich offiziell in Betrieb. "Wir haben uns für das ehemalige Rechenzentrum der Citibank entschieden, weil hier unter anderem schon perfekte Sicherheitsstandards gegeben waren", so Ralf Reich.

Rund 15 Millionen Euro investierte Wipro in den Meerbuscher Standort, um "von hier aus Deutschland zu erobern". Das aus Indien stammende Unternehmen beschäftigt weltweit rund 120 000 Mitarbeiter und hat Kunden in 54 Ländern. Hauptsächlich Server-Plätze werden in Büderich zur Verfügung gestellt. Der Mittelstand ist die Hauptzielgruppe. "Wenn ein mittelständisches Unternehmen selber 40 bis 50 Server hat und Kosten sparen will, dann lagert es das zu uns aus", erklärt Christian Eberhardt, Abteilung Strategie und Marketing.

Kommen noch zwei andere Unternehmen mit demselben Wunsch auf Wipro zu, stellt die Firma eine kleiderschrankgroße Gitterbox zur Verfügung, in die die Hightechgerätschaften hineinkommen. 1500 Quadratmeter Serverfläche bietet das große Gebäude in Büderich. "Wir wollen einmal eine Zahl von ungefähr 5000 Servern hier erreichen", sagt Achim Raschke, Standortmanager Büderich.

Auch für den Notfall ist das Unternehmen gerüstet. "Sollte es in Meerbusch einen generellen Stromausfall geben, läuft hier alles weiter", so Raschke. Notstrom-Generatoren werden dann eingeschaltet. Ein Tank mit 80 000 Litern Diesel steht zur Verfügung. "Wenn wir beim Maximum der Auslastung sind, dann reicht das für 72 Stunden." In den Räumen, in denen die Server untergebracht sind, herrscht eine Temperatur von rund 20 Grad. "Wir haben eine grüne Ausrichtung", erklärt Eberhardt. Die Raumluft werde nicht einfach nur mit einer Klimaanlage gekühlt, sondern mit der Außenluft gemischt. "Da kommt auch ein kühler Sommer wie dieser ganz günstig", sagt Eberhardt.

Wipro Technologies ist nach eigenen Angaben ein führender Anbieter von Dienstleistungen im Bereich IT-Beratung, System Integration und Outsourcing, der Unternehmen dabei unterstützt, Geschäftsprozesse zu optimieren.

(RP/rl)