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Wie sich drei Schwestern aus Meerbusch auf das Weihnachtsfest vorbereiten

Serie Hausbesuch in Meerbusch : Drei Wunschzettel für das Christkind

Die Schwestern Marla, Paula und Josephine sind bestens vorbereitet: Sie haben ihre Wünsche für das Weihnachtsfest schon zu Papier gebracht. Auf den Listen stehen Sportsachen, Spiele und Kaugummi zum Blasen machen.

Ins Haus der Osterather Familie zieht so langsam Advents- und Weihnachtsstimmung ein. Die Martinslaternen mussten schon der vorweihnachtlichen Deko am Fenster Platz machen und Josephine, Paula und Marla sind in kindlicher Vorfreude auf das Fest. Damit das Christkind auch geschenketechnisch gut informiert ist und damit es unter dem Tannenbaum keine bösen Überraschungen gibt, haben die drei Schwestern vorgesorgt: Sie haben lange, ausführliche Wunschzettel geschrieben.

Dabei haben sie nicht ein einfaches Blatt Papier benutzt, sondern vorbereitete Wunschzettel geschrieben: Eines Morgens haben diese draußen im Blumenkasten gesteckt. Josephine, fünf Jahre alt, ist noch immer ganz aufgeregt, hat sie die drei bunten Zettel doch entdeckt. Vor gut zwei Wochen kam sie noch leicht schlaftrunken in die Küche und sah die Papierröllchen im Blumenkasten stecken. „Ich hab doll geschrien“, sagt die Kleine, und die Schwestern Paula (9) und Marla (11) bestätigen, von dem Lärm aus dem Bett gefallen zu sein. Doch bevor die drei den bunten Zettel beschriften konnten – Kindergartenkind Josephine hat natürlich eine Schreibhilfe – ging es zur Schule. „Ich hatte es einfach. Ich hatte mir vorher schon einiges aufgeschrieben“, erzählt Paula. Deshalb war auch klar, dass der Kaugummiautomat und der Wecker in Türkis an die erste Stelle kommen würden. Eine Sofortbildkamera und ein Kinogutschein stehen auch drauf. „Ich war schon einmal mit meiner Tante und meinem Onkel im Kino, das hat mir so gut gefallen, dass ich mir den Gutschein gewünscht habe“, sagt die Viertklässlerin.

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Basketballshorts und -socken und ein neuer Basketball sollen es für Marla sein. „Der alte Ball dribbelt gar nicht mehr richtig“, sagt die Schülerin der sechsten Klasse. Sie weiß, wovon sie spricht, spielt sie doch aktiv im Verein Basketball. Auch Hanteln wären toll, eine neue Handyhülle und kabellose Kopfhörer.

Eine ganze Schokoladenfabrik ist Josephines sehnlichster Wunsch. Sie liebt Schokolade in Vollmilch, Zartbitter und weiße Schokoraspel. Das Geschicklichkeitsspiel mit dem Bieber, CDs mit Bibi Blocksberg, Kaugummis zum große Blasen machen und eine Kamera wären auch toll. Denn die Jüngste hat das Fotografieren für sich entdeckt.

Geschrieben sind die Wunschzettel nun alle und sollen auch an einem der nächsten Abende wieder in den Blumenkasten nach draußen gesteckt werden, damit das Christkind noch ausreichend Zeit hat, die Geschenke zu besorgen. Wünschen dürfe man sich schließlich alles, wissen die Drei. Was dann unter dem Baum liegt, bleibt bis Heilig Abend spannend.

Bis dahin müssen die Mädchen aber auch noch den Nikolaus am Abend des 5. Dezember mit Keksen und das Rentier mit Milch versorgen. „Wir hängen immer noch eine Lichterkette zu den geputzten Schuhen, damit der Nikolaus uns gut findet“, sagen die Kinder. Manchmal zieht sogar ein Weihnachtswichtel ins Haus ein und treibt Schabernack mit den Mädchen, und die Familie beteiligt sich am lebendigen Adventskalender in Osterath.

Es sind aufregende und erlebnisreiche Wochen bis zum Fest: „Wir backen Plätzchen für uns und die Nachbarn, stecken Nelken in Orangen und schauen mit Mama und Papa Weihnachtsfilme an“, erzählen sie voller Vorfreude. Sie sind gespannt, ob wieder Glitzerstaub und funkelnde Sternchen den Weg zum Tannenbaum weisen, wenn sie mit den Eltern aus der Kirche kommen. Denn dann ist richtig Weihnachten, „auch wenn das Christkind schon einmal das Fenster hat offen stehen lassen....“ Dann wird sich auch zeigen, ob einige Dinge vom Wunschzettel für die Schwestern in Erfüllung gegangen sind.