1. NRW
  2. Städte
  3. Meerbusch

Meerbusch: Werke von Erwin Heerich für Boverter Grundschule

Meerbusch : Werke von Erwin Heerich für Boverter Grundschule

OSTERATH (cap) Ziemlich genau drei Jahre ist es her, dass die Grundschule Bovert in Erwin-Heerich-Schule umbenannt wurde. Damit wollte die Stadt an den 2004 verstorbenen Künstler und Kunstakademie-Professor aus Meerbusch erinnern. "Nach der Umbenennung sollte auch Kunst von Heerich in diese Schule hinein", sagt Bürgermeister Dieter Spindler und freut sich, dieses Vorhaben nun endlich in die Tat umgesetzt zu sehen.

Der Meerbuscher Kulturkreis stellte der Grundschule gestern zwei Reliefs von Heerich zur Verfügung. Platz fanden die beiden Werke aus massivem Ahornholz im Flur der Schule. Finanziert werden die Reliefs von der Sparkasse, dem Verein Pro Osterath und dem Meerbuscher Kulturkreis. "Kunst ist nicht nur etwas, was im Museum hängen, sondern etwas, was das Leben mitgestalten sollte", sagt Detlef Krügel, von der Stadtverwaltung.

Zur offiziellen Übergabe der Werke, die ein Pferd und einen Baum in vereinfachter Form zeigen, kam auch Martin Heerich, Sohn des verstorbenen Künstlers. Auch er zeigt sich zufrieden mit dem Platz für die Reliefs. "Sie sollen im Alltag der Schüler eine Rolle spielen. Daher hängen sie hier im Treppenhaus, wo alle ständig durchgehen, genau richtig."

Die Kinder hatten ebenfalls ihre Meinung zu den Bildern. Während zwei Mädchen das Pferd zu ihrem Lieblingsmotiv erklärten, begeisterte sich ein Junge für den Baum. "Wenn man den umdrehen würde, sähe es aus, wie ein abstürzender Vogel", sagt er. Interessiert stellten die Schüler dem Sohn des Künstlers Fragen, beispielsweise wie dem Vater die Ideen zu den Motiven kamen. "Mein Vater hat Figuren vereinfacht, daher erkennen sie auch die Kinder sofort", sagt Heerich.

Die Kunst von Erwin Heerich spielt in der Schule sowieso eine größere Rolle. "Wir implementieren den Künstler in den Kunstunterricht", sagt Schulleiterin Regina Beese und bedankte sich bei den Spendern der Werke, vor allem weil die Schule in den Prozess miteinbezogen wurde, wie Beese betont.

(RP)