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Welche Lieblingsecken die Bürger im Park von Haus Meer besonders schätzen

Tag der offenen Gartenpforte : Welche Lieblingsecken die Bürger im Park von Haus Meer besonders schätzen

Der Rundgang durch den Park von Haus Meer stieß beim „Tag der offenen Gartenpforte“ auf reges Interesse. Aber die Besucher machten sich auch Sorgen um die Zukunft des Geländes.

Eine kleine Karawane schlängelt sich durch die Wiesen von Haus Meer in Büderich. Angeführt von Claudia Kuhs, die am „Tag der offenen Gartenpforte“ wieder zu einem ihrer einstündigen Rundgänge eingeladen hatte. An fünf Terminen im Jahr erklärt die Stadtführerin und zertifizierte Kirchenführerin interessierten Bürgern die Besonderheiten des Parks. Die nächste kostenfreie Tour ist am 3. Juli um 14.30 Uhr geplant. Sollte man sich anmelden? „Nein, einfach kommen“, sagt sie.

Claudia Kuhs erklärt den Besuchern die historische Bausubstanz der historischen Anlage von Haus Meer, die noch zu erkennen ist. Den Eiskeller, den Hildegundis von Meer einst anlegen ließ. Die marode barocke Remise, dem Verfall preisgegeben. Und das rosarote Teehäuschen aus dem 19. Jahrhundert, errichtet von der Familie von der Leyen. „Aber mit alten Steinen des ehemaligen Klosters“, betont Kuhs. „Das macht es so einzigartig. Es ist die Keimzelle und das Wahrzeichen von Meerbusch.“ Sie weist auf die Bienenkästen etwas abseits des Weges hin: „Hier entsteht der Honig von Haus Meer.“

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Am Ende der Führung bedanken sich die Teilnehmer für die anschaulichen Erläuterungen. Wenn auch oft mit gemischten Gefühlen. „Ich gehöre zu einer Gruppe von Leuten, die sich für den Erhalt von Haus Meer stark machen“, sagt Irmtraud Richter aus Lank. „Das Gartendenkmal ist sehr schön. Aber die Gebäude sehen von Mal zu Mal etwas trauriger aus.“ Das Ehepaar Beckmann aus Mettmann kennt den Park von früher und kam nach langer Zeit wieder einmal nach Meerbusch. „Nach zehn Jahren wollten wir wissen, wie es hier aussieht. Wir hatten gehofft, eine positive Entwicklung zu sehen und sind jetzt enttäuscht. Es ist schlimm, dass die bitter benötigten Investitionen nicht so voranschreiten, wie es der Park verdient hätte.“ Deutliche Worte findet auch Martin Brauns aus Nierst. „Ich habe hier als kleiner Junge gespielt, alles war total verwildert, ein Paradies für Kinder“, erinnert er sich. „Es ist ein Jammer, dass die Stadt nicht alles daran setzt, sich dieses wunderbaren Geländes anzunehmen und etwas daraus zu machen. Der Park sollte als grüne Lunge jedermann zugänglich sein. Ein Wunschtraum, leider.“ Der Meerbuscher hätte da so einige Vorschläge für erlesene kleine Events, die zum Charakter des Parks passen. Sein Sohn schaltet sich ein: „Ich fände ein Oldtimertreffen toll.“

Unter dem Eindruck der Führung kam Anke Bohnsack auf eine Idee: „Mir hat das heute gut gefallen“, sagt die Büdericherin. „Ich interessiere mich vor allem für die historischen und archäologischen Themen im Park und überlege, dem Förderverein beizutreten.“ Dort macht man sich schon lange Sorgen um die Zukunft von Haus Meer, erhielt aber bislang keine neuen Erkenntnisse, was Eigentümer Peter Soliman mit dem Gelände vorhat.

Auf jeden Fall ist es herrlich, bei schönem Wetter durch den naturbelassenen Park zu spazieren und den geschichtsträchtigen Ort wirken zu lassen. Besucher können das weitläufige Gelände auch gut auf eigene Faust durchstreifen und ihre Lieblingsecken in der Parklandschaft unbehelligt erkunden. Der Eingang zu Haus Meer befindet sich am Ortsende von Büderich, hinter der Abzweigung nach Strümp gegenüber des Park & Ride-Platzes.