Meerbusch: Wegweiser zur Kunst

Meerbusch : Wegweiser zur Kunst

Die Stadt hat zum 40-jährigen Bestehen ein Buch über Kunst und Denkmäler im öffentlichen Raum herausgegeben. Autorin Dr. Margot Klütsch liefert eine schöne Zusammenfassung mit Angaben über Künstler und Standorte.

müsse sich mit seinen Kunstwerken im öffentlichen Raum nicht verstecken, sagte Verleger Bruno Kehrein gestern in Lank-Latum in der Teloy-Mühle bei der Vorstellung der "Meerbuscher Kunstwege". Düsseldorf habe zum Beispiel ein Werk wie das Beuys-Kreuz im alten Kirchturm in Büderich nicht vorzuweisen. Als "Stadt der Kunst und der Künstler" habe Meerbusch schon immer selbstbewusste Signale gesetzt, erklärte Stadtsprecher Michael Gorgs. Die Vielzahl der Werke, die an Plätzen, in Parks oder an anderen markanten Punkten Meerbuschs die Blicke auf sich ziehen, machen aus dem Stadtgebiet eine über 64 Quadratkilometer große Kunstsammlung. Jeder kann sie ohne Eintrittsgeld jederzeit besuchen. Mit dem Buch "Meerbuscher Kunstwege", erschienen im Düsseldorfer Grupello-Verlag, präsentiert die Stadt jetzt pünktlich zum 40-jährigen Bestehen einen attraktiven Wegweiser durch ihr "Open-Air-Kunstangebot": Autorin ist die Meerbuscher Kunsthistorikern Dr. Margot Klütsch.

Das Buch stellt mehr als 100 Kunstwerke, Brunnen und Denkmäler in farbigen Fotografien und ausführlichen Texten vor. Bekannte Namen wie Ewald Mataré, Joseph Beuys, Erwin Heerich, Anatol, Ulrich Rückriem, Peter Rübsam und Will Brüll gehören dazu. Ihre Werke sind die künstlerische Visitenkarte der Stadt.

Die Autorin Margot Klütsch beschreibt sechs Routen durch alle Stadtteile. Dort lässt sich Kunst per Pedes oder mit dem Fahrrad erleben. An Straßen, Plätzen, in Parks und auf Friedhöfen sind überraschende Neuentdeckungen zu machen. Wegekarten, Künstler-, Titel- und Straßenregister, Künstlerbiografien und ein Literaturverzeichnis machen das Buch zum idealen Wegbegleiter.

Kulturdezernentin Angelika Mielke-Westerlage ist voll des Lobes über die neue Publikation. "Viele Bürger wissen gar nicht, welche Schätze die Kommune zu bieten hat." Mit Hilfe des Buches solle das anders werden, und darüber hinaus auch Werbung für Meerbusch betrieben werden. Kehrein meint, der Rhein sei nicht nur eine natürliche Grenze, sondern auch eine in den Köpfen. Das Buch könne rechtsrheinische Kulturfreunde neugierig auf das machen, was linksrheinisch zu finden sei.

Die Publikation sei mit 5000 Euro der Sparkassenstiftung finanziert worden. Die Stadt Meerbusch investiere etwa 4000 Euro in das Projekt, erklärte Detlef Krügel, Fachbereichsleiter Kultur.

(RP)
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