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Meerbusch: Wasserturm – Mekka der Stars

Meerbusch : Wasserturm – Mekka der Stars

Seit mehr als 20 Jahren kommen bekannte und unentdeckte Kabarettisten nach Meerbusch. Viele halten dem Standort die Treue. Nicht zuletzt, weil sie Bert Müllejans und das fachkundige Publikum schätzen.

"Wir haben einmal mehr alles daran gesetzt, auch für die neue Spielzeit Künstler zu verpflichten, die gekonnt anecken und geistreich unterhalten können", sagt Kulturdezernentin Angelika Mielke-Westerlage. Und genau darin sieht Meerbuschs "Mr. Kabarett" Bert Müllejans das Erfolgsgeheimnis, warum die Reihe auch mehr als 20 Jahre nach dem Startschuss noch so beliebt und erfolgreich ist. "Platte Unterhaltung stirbt eher", sagt Müllejans über das Niveau der bisherigen Darbietungen.

Was er dabei bescheiden unterschlägt, ist sein detektivisches Gespür für neue Namen und für den Geschmack des Meerbuscher Publikums. Darüber hinaus ist Müllejans mit großem persönlichen Einsatz auch ein toller Gastgeber. Heute lässt sich fast sagen, dass die großen und kleinen Stars der Branche aus eigenem Antrieb ins Forum Wasserturm in Lank-Latum an die Rheinstraße 10 möchten. Doch da ist Mr. Kabarett sehr wählerisch. Tom Gerhardt, der für seinen Auftritt in Krefeld vernichtende Kritiken erhielt, bekam aktuell eine Absage.

Mit Kusshand unterschrieb er jedoch die Engagements der TV- und Szene-Stars wie Volker Pispers, Georg Schramm, Jürgen Becker, Gerd Dudenhöffer, Konrad Beikircher, Improvisationstheater Springmaus, Pause & Alich oder Vince Ebert. Für den Kabarettisten und Physiker, der im Ersten neben Ranga Yogeshwar und Anja Reschke "Wissen vor acht" moderiert, ist die Abonnement-Reihe zum ersten Mal auf sieben Künstler ausgeweitet worden. "Die Chance konnte ich mir nicht entgehen lassen", kommentiert Müllejans die Abkehr von der bisherigen Regel.

Den Abo-Anfang macht am 18. Januar Wolfgang Nitschke. Er stürzt sich auch am Tag darauf in der ihm eigenen respektvollen Art in die vier Zentren der "Verblödungsindustrie: Politik, Wirtschaft, Kultur und Hastenichgesehen".

Pispers kommt mit seiner bissig-bösen Endlosschleife "...bis neulich" am 22. und 23. Februar. Nessie Tausendschön feiert am 29. Februar und 1. März mit "Das Beste" ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum. Pause & Alich alias Fritz und Hermann kämpfen am 14. und 15. März mit ihrem Programm "Oberwasser" für eine bessere Welt. Robert Griess fragt am 28. und 29. März "Geht's noch?". Die Antworten gibt der Mitteleuropäer ohne nennenswertes Aggressionspotenzial selbst. Vince Ebert meint "Freiheit ist alles" und hält am 18. und 19. April Facebook und StudiVZ für Stasi-Betriebe auf freiwilliger Basis. Den Schlusspunkt der Frühjahrsreihe 2012 setzt Stephan Bauer am 23. und 24. Mai. "Warum Heiraten, Leasing tut's auch" ist der Titel seines Programms über Minderwertigkeitskomplexe und Generationskonflikte.

Abo-Karten für 77 Euro gibt es unter der Hotline 02159-916251 bei der Stadt zu kaufen.

(RP)