1. NRW
  2. Städte
  3. Meerbusch

Wassersäcke helfen Bäumen in Meerbusch bei Trockenheit

Trockenheit in Meerbusch : Bürger helfen Straßenbäumen

Die Stadt bietet kostenlose Wassersäcke, mit denen Anwohner Bäume vor ihrer Haustür bei der Trockenheit unterstützen können. Finanziert werden die Säcke von Sponsoren.

Langanhaltende Dürre, hohe Temperaturen und kaum Regen in Sicht – der Kampf gegen die Bodentrockenheit macht der Natur auch in Meerbusch weiter zu schaffen. Das betrifft vor allem die Straßenbäume, die sowieso unter besonderen Umweltbedingungen leben. Hiervon brauchen insbesondere junge Bäume Hilfe, bei denen das Wurzelwerk noch nicht voll ausgebildet ist und die entsprechend schlechter Wasser aus dem Boden aufnehmen können. Da die Versorgung aller gefährdeten Bäume von den Stadtgärtnern nicht zu bewältigen ist, hat die Stadt mit Hilfe von Sponsoren erneut die beliebten grünen Bewässerungssäcke beschafft. Damit können auch die Bürger vor ihrer Haustür einen Beitrag zum Erhalt des Meerbuscher Stadtgrüns leisten.

Rund 1300 Baumsäcke sind im Stadtgebiet inzwischen im Einsatz. Sie werden von Stadtgärtnern und Anwohnern mit Wasser gefüllt. „Die menschliche Hilfe ist dringend erforderlich, denn auch im Sommer 2022 sind die Niederschlagsmengen wieder viel zu gering“, sagt Michael Betsch, Leiter des Servicebereichs Baubetriebshof, Friedhöfe, Grünflächen bei der Stadt Meerbusch. Die Säcke versorgen die Bäume „tröpfchenweise“ mit Wasser. Dank neuer Sponsoren konnten nun insgesamt 360 zusätzliche Säcke angeschafft werden. Durch die Unterstützung des „Optimalers“ Ulrich Becker aus Osterath sowie dem Areal Böhler und der Firma Kälte-Klima-Peters wurden jeweils 100 Säcke zur Verfügung gestellt. Insgesamt 20 Säcke steuert der Brauereiausschank Gulasch bei. Die Online-Zeitung LokalKlick sowie Stanka Landschaftsarchitektur haben jeweils 15 Säcke gesponsert. Weitere 10 Säcke hat das Steuerberatungsbüro Schmidt-Boos beigesteuert.

  • Klimaresistent: An der Friedenstraße stehen Schnurbäume,
    Folgen der Trockenheit : Wie der ASG die Bäume in Wesel retten will
  • Im Bürgerwald in Schiefbahn gibt es
    Antrag für mehr Baumpflanzungen in Willich : Grüne wollen Patenschaften für neugepflanzte Bäume in Willich
  • Tatort Glockenspitz: Unterm Strich werden laut
    Klimawandel und Abholzung in Krefeld : BUND will eine Million Euro für neue Bäume

Der Bewässerungssack aus dicker PE-Folie, der rund 60 Liter fasst und mit dem Stadt- und den jeweiligen Unternehmenslogos bedruckt ist, wird um den Baumstamm herum gelegt und mit einem Reißverschluss zusammengehalten, bei größeren Bäumen mit mehr Stammumfang können auch mehrere Säcke miteinander verbunden werden. Anschließend wird er mit Wasser gefüllt, die Bewässerung erfolgt automatisch. Das Wasser versickert langsam und durchfeuchtet das Erdreich gleichmäßig und effektiv bis an die Wurzeln des Baumes. Ein Baum mittlerer Größe benötigt in trockenen Zeiten wie wir sie aktuell erleben wöchentlich etwa 120 bis 140 Liter Wasser. Es genügt also, den Bewässerungssack zweimal pro Woche aufzufüllen.

Die Säcke samt Info-Blatt gibt es seit Dienstag, 16. August, an drei Ausgabestellen: im Rathaus in Büderich an der Dorfstraße 20, beim Service Finanzen im Alten Rathaus Osterath, Hochstraße 1, sowie an der Info-Theke im Technischen Dezernat, Wittenberger Straße 21, in Lank-Latum.

Wer einen Bewässerungssack mitnehmen möchte, füllt ein Formular mit seinen Kontaktdaten aus und trägt den Standort des Straßenbaumes ein, den er versorgen möchte. Dann liegt das regelmäßige Befüllen in der Verantwortung des jeweiligen Bürgers. Für Bäume im privaten Garten sind die kostenlosen Säcke jedoch nicht gedacht – hier bietet der Handel entsprechende Alternativen.