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Meerbusch: Vor der Kälte schützen

Meerbusch : Vor der Kälte schützen

Gerade bei Temperaturen unter null Grad ist der Körper sehr anfällig. Die Haut wird rissig, die Muskulatur ist verletzungsanfällig. Und auch das Auto benötigt zu dieser Jahreszeit eine Extrabehandlung. Hier ein paar Tipps.

Osterath/büderich Das Thermometer hat den zweistelligen Minusbereich erreicht. Der Mensch friert. Besonders beansprucht wird die Haut — gerade an Händen und Füßen. Wer draußen Sport treibt, sollte sich warm, aber atmungsaktiv anziehen. Und nicht nur dem Mensch machen die Minusgrade zu schaffen, auch das Auto benötigt eine spezielle Behandlung. Ein Kfz-Mechanikermeister, eine Dermatologin und ein Fitnesstrainer verraten, wie man sich selbst und sein Fahrzeug vor der Kälte schützt. Das Auto fitmachen

Neben Winterreifen ist es wichtig, ausreichend Frostschutzmittel sowohl im Waschwasser als auch im Kühler zu haben. "Sonst kann das Wasser einfrieren und zu größeren Schäden führen", sagt Sven Pade, Inhaber der gleichnamigen Osterather Autowerkstatt. "Denn das Streusalz lagert sich auf der Scheibe ab und schränkt enorm die Sicht ein. Bei höheren Minusgraden besteht zudem die Gefahr, dass der Kühler platzt. Dies kann zu einem Motorschaden führen." Auch benötigt das Fahrzeug weiche Wischblätter, die nicht porös sind sowie eine funktionierende Beleuchtung.

Darüber hinaus sollte man die Batterie checken lassen. Denn eine nicht ganz funktionstüchtige Batterie kann bei der Kälte den Geist aufgeben. "Erste Anzeichen dafür sind, dass der Motor nicht mehr so rund läuft und beim Starten ungewohnte Geräusche auftreten", sagt Pade.

Die Haut cremen

Bei Kälte werden vor allem Gesicht und Hände beansprucht. "Deshalb sollte man im Winter Gesichtscremes mit wenig Wasseranteil verwenden", rät die Büdericher Dermatologin Helene Krause. Für die Hände empfiehlt sie Cremes mit hohem Fettanteil und dem Harnstoff "Urea" (20 Prozent). "Dann werden die Hände nicht so schnell rissig", sagt Krause. "Auch sollte man Handschuhe tragen.

Wer seiner Haut zudem noch mehr Gutes tun möchte, dem rät die Dermatologin dreimal wöchentlich eine Hand- und Fußkur: "Die Creme dick auftragen und Söckchen anziehen sowie die eingecremten Hände in Baumwollhandschuhe stecken und über Nacht einwirken lassen." Für das Immunsystem rät Krause reichlich Vitamin C zu sich zu nehmen, etwa als Nahrungsergänzungsmittel. Warm anziehen beim Sport

Ausdauersport im Freien stärkt besonders im Winter das Immunsystem. "Durch das Laufen in der Kälte und anschließend eine heiße Dusche oder ein Vollbad entsteht ein kleiner Saunaeffekt", sagt Fitnesstrainer Benjamin Groß. "Dadurch härtet der Körper ab, er ist nicht mehr so anfällig für Krankheiten.

Allerdings ist es wichtig, dass man die richtige Kleidung trägt." Für das Joggen rät der Personaltrainer eine Laufhose, Unterhemd, ein langärmeliges Funktions-T-shirt, eine Wind- und Regenjacke, dicke Sportsocken, eine Mütze und Fleecehandschuhe zu tragen. "Die schwächste Stelle am Körper sind die Hände", sagt Groß.

Wer regelmäßig joggen geht, sollte auch den Winter über trainieren. "Das stärkt auch das Selbstbewusstsein, es hat ein bisschen was von Überlebenstraining", motiviert der Coach. Anfänger hingegen sollten vorsichtig sein. "Denn durch die Kälte wärmt sich die Muskulatur nicht so schnell auf und der Körper ist verletzungsanfällig — für eine Zerrung bis hin zu Schmerzen im Fußgelenk", sagt Groß.

(RP)