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Volksbank Meerbusch kommt unters Dach der Gladbacher Volksbank

Wirtschaft : Volksbanken fusionieren im Mai

Meerbuscher Kunden bekommen eine neue IBAN, alle Filialen bleiben erhalten.

(angr/ena) Die Gladbacher und die Meerbuscher Volksbank wollen fusionieren. Die Pläne wurden erstmals im September bekannt. Am Donnerstag, bei der Vorstellung der Bilanz der Gladbacher Volksbank für das abgelaufene Jahr, bekräftigte der Vorstand den Plan: Im Mai soll die Volksbank Meerbusch unter das Gladbacher Dach kommen.

Am 25. Mai soll die Vertreterversammlung der Volksbank Meerbusch über die Fusion entscheiden, einen Tag später ist das Gremium der Gladbacher Volksbank gefragt. Stimmen beide zu, erfolgt die Fusion rückwirkend zum 1. Januar 2020. Für Kunden in Mönchengladbach ändert sich nichts. Die Meerbuscher müssen sich an eine neue Bankleitzahl und damit auch an eine neue IBAN gewöhnen. Möglicherweise werden auch die Konditionen für Geldanlagen angepasst.

Carsten Thören, Vorstandsmitglied der Volksbank Meerbusch, hatte unmittelbar nach Bekanntwerden der Fusionspläne betont: „Wir begrüßen eine Fusion ausdrücklich und gehen diesen Schritt freiwillig und wirtschaftlich stark. Damit wollen wir uns für die Zukunft aufstellen.“ Die Verschmelzung sei kein Mitarbeiterabbau-Programm und führe auch nicht zur Schließung von Filialen.

Die Volksbank Meerbusch ist mit einer Bilanzsumme von 300 Millionen Euro und rund 60 Mitarbeitern an fünf Standorten (Büderich, Osterath, Strümp, Lank und Bösinghoven) die deutlich kleinere. Meerbusch wird dann zu einer neuen Niederlassung der Volksbank Mönchengladbach. Die Kunden der Volksbank sind mittlerweile immer digitaler: 85 Prozent der knapp 2,4 Millionen Überweisungen wurden 2019 online getätigt, wie Josef Brück, Vorstandsmitglied der Gladbacher Volksbank, am Donnerstag sagte.Eine Schließung von Filialen sei dennoch bisher für 2020 nicht geplant. Auch keiner der fünf Standorte der Volksbank Meerbusch solle im Zuge der Fusion geschlossen werden: „Die Standorte sollen absehbar erhalten bleiben“, so Vorstandsvorsitzender Veit Luxem. Ziel sei es, jetzt die Weichen für eine gemeinsame und weiterhin erfolgreiche Zukunft als starke genossenschaftliche Regionalbank zu stellen.