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Meerbusch: Verwirrter erschreckt Schüler

Meerbusch : Verwirrter erschreckt Schüler

Ein offenbar geistesgestörter 21-Jähriger ist am Montag während des Unterrichts in der Büdericher Brüder Grimm-Schule erschienen. Der Mann setzte sich zwischen die Schüler einer dritten Klasse und weigerte sich, den Raum wieder zu verlassen.

Er wolle lernen, seine Mutter werde ihn später abholen, sagte er nach Elternberichten. Dann habe er Kleingeld vor sich auf den Tisch gelegt. Die Schule alarmierte um kurz nach 11 Uhr die Polizei.

Nach Angaben von Eltern kam es beim Versuch, den Mann zum Gehen zu bewegen, zu einer Rangelei, bei der sich der ungebetene Besucher losriss und den Feueralarm auslöste. Daraufhin hätten sich Lehrerinnen mit ihren Klassen in den Räumen eingeschlossen.

Kreis-Polizeisprecher Hans-Willi Arnold ist von dem Feueralarm nichts bekannt. Er bestätigte auf RP-Anfrage, dass die Beamten den offenbar geistig Verwirrten vor der Büdericher Schule angetroffen hätten. Er sei in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden. Die Polizei machte den Vorfall nicht öffentlich. Die Schule teilte den Eltern mit, dass keine Gefahr bestanden habe. Aus den Reihen der Elternschaft wird nun die Forderung laut, Lehrer besser auf solche Vorfälle vorzubereiten und zusätzliche Sicherheit zu schaffen, etwa durch Alarmknöpfe in den Klassenzimmern.

Schuldezernentin Angelika Mielke-Westerlage unterstreicht, dass alle Meerbuscher Lehrer, auch die Pädagogen an den Grundschulen, inzwischen auf den Umgang mit solchen außergewöhnlichen Situationen vorbereitet seien: "Es gibt mit der Polizei abgestimmte Notfallpläne". Die Brüder Grimm-Schule habe sich richtig verhalten. Die Lehrer hätten gegenüber den Schülern versucht, das ganze wie eine Übung aussehen zu lassen. Glücklicherweise habe sich inzwischen herausgestellt, dass der Mann nicht gefährlich sein.

(RP/rl)