1. NRW
  2. Städte
  3. Meerbusch

Versuchter Telefonbetrug in Meerbusch

Kriminalität in Meerbusch : Polizei fasst Boten und verhindert Geldübergabe

Der 22-Jährige aus Ratingen ist nun in Untersuchungshaft. Er ist bereits mehrfach wegen anderer Delikte polizeilich aufgefallen. Unter anderem liegt gegen ihn ein Haftbefehl wegen Fahrens ohne Führerschein vor.

(ena) Am Montag gegen 12.10 Uhr ist es der Polizei gelungen, eine Übergabe von Geld und Wertgegenständen an einen mutmaßlichen Geldboten zu verhindern. Mit der Masche des falschen Polizeibeamten hatten sich Kriminelle zunächst telefonisch bei einem älteren Mann aus Meerbusch gemeldet und ihm erzählt, sein Hab und Gut sei in Gefahr – die Polizei wolle es für ihn sicher aufbewahren.

Der Meerbuscher glaubte den Anrufern tatsächlich und sammelte Geld und Wertsachen zusammen, um sie, wie bei der Masche üblich, einer dritten Person zu übergeben. Zeugen bekamen jedoch mit, was vor sich ging, und alarmierten die Polizei. Die Beamten konnten deshalb rechtzeitig vor Ort sei und den jungen Mann, der an der Wohnung des Seniors erschien, vorläufig festnehmen. Es besteht der Verdacht des Banden- und gewerbsmäßigen Betruges. Am Dienstag wurde der Mann nun dem Haftrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete. Es stellte sich zudem heraus, dass der 22-Jährige aus Ratingen kein Unbekannter war. Er ist bereits mehrfach wegen anderer Delikte aufgefallen. Unter anderem liegt gegen ihn ein Haftbefehl wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis vor.

 Mit Plakaten in Bushaltestellen warnen die Stadt Meerbusch und die Kreispolizeibehörde gemeinsam vor Betrügern
Mit Plakaten in Bushaltestellen warnen die Stadt Meerbusch und die Kreispolizeibehörde gemeinsam vor Betrügern Foto: RP/ena
  • Peter Annacker, Fachbereichsleiter Soziale Hilfen und
    Kriminalität in Meerbusch : Gemeinsamer Kampf gegen Betrüger
  • Tanken ohne Zahlung: Mit dieser Masche
    Tankbetrug in NRW : Wie Kriminelle Tankstellen prellen
  • Ekkehard und Ursula S. wurden rechtzeitig
    Neue Masche beim Enkeltrick in Wachtendonk : Betrüger nutzen auch WhatsApp

Erst am vergangenen Donnerstag hatten Polizei und Stadt Meerbusch auf dem Wochenmarkt in Büderich ihre neue Kampagne „Gemeinsam gegen Betrug“ vorgestellt. Ziel ist es, noch mehr Menschen zu erreichen und vor allem weitere Straftaten zu verhindern. Die Broschüre „Gemeinsam gegen Betrug" und großformatige Plakatbotschaften warnen vor den Tricks der Betrüger und vermitteln hilfreiche Tipps sowie Ansprechpartner.