Verborgene Botschaften im Alten Küsterhaus

Verborgene Botschaften im Alten Küsterhaus

Die Schwestern Birgit Tönnesmann und Birte Müller-Syring zeigen Fotografie, Skulpturen, Ölmalerei und Zeichnungen.

Eigentlich sagt der Ausstellungstitel alles. Schließlich geht es Birte Müller-Syring und Birgit Tönnesmann bei der Kunst, die sie unter dem Ausstellungstitel "Verborgene Botschaften" präsentieren, um die Botschaft hinter dem Werk, um offene Fragen und detaillierte Anforderungen an die persönliche Sichtweise der Betrachter. "Meine Intention ist es, mit den Bildkompositionen das Tiefenempfinden des Betrachters anzuregen und in Kombination mit den Bildtiteln Denkanstöße für dahinter liegende Botschaft zu vermitteln", fasst die Büdericherin Birgit Tönnesmann zusammen.

Ihre künstlerisch aufbereiteten Fotos sowie einige der Ton- und Bronzeplastiken sind zum ersten Mal zu sehen. Dass das gemeinsam mit der Kunst ihrer Schwester Birte Müller-Syring, die in Frankfurt lebt, im Alten Küsterhaus geschieht, gefällt ihr. Sie erzählt: "Wir haben die Kreativität unseres Vaters geerbt. Er hat gemalt und war immer handwerklich tätig."

Ihre Art der Fotografie beziehungsweise der Bearbeitung lässt auf künstlerisches Potential schließen. Sie nimmt Ausschnitte aus der Realität und fügt ihre Motive durch pointierte Nähe oder Ferne, durch Spiegelung und Abstraktion zu einer in sich geschlossenen Gesamtheit zusammen. Es sind Aufnahmen zu sehen, die in Djakarta, Mexiko, Kappadokien, Spanien oder Italien entstanden sind - intensiv wahrgenommene, fast unsichtbare Details, die das Auge des Betrachters anregen.

Und fast immer hat Birgit Tönnesmann auch die Umwelt im Blick, zeigt in Ausschnitten schmelzende Gletscher, erinnert an das Höhlensystem und die unterirdischen Ruinen Kappadokiens, zeigt die Lebendigkeit des Wassers und auch die Verschmutzung, unter der die Tiere leiden.

Birte Müller-Syring beschäftigt sich seit der Jugend mit Kunst, gehört Künstlervereinigungen an und war mit ihren Arbeiten auf zahlreichen Ausstellungen vertreten. Ihre Öl-/Acryl-Malerei ist ebenso wie die detaillierte Bleistiftzeichnung der realistischen Darstellungsweise zugewandt. Sie löst einzelne Bildelemente aus ihrem Kontext, beraubt sie ihrer genormten Perspektiven, spielt mit verschiedenen Ebenen und Wahrnehmungen. Daraus fügt sich schließlich eine neue, surreal anmutende, aber auch spannende Realität zusammen. Sie hat eine überzeugende Aussagekraft und nimmt die Betrachter gefangen. Insgesamt sind im Küsterhaus rund 50 Arbeiten zu sehen. Die Künstlerinnen werden zu den Öffnungszeiten anwesend sein.

Vernissage Samstag, 15 Uhr. Öffnungszeiten: 17./18., 24./25., 31. März/1. April, 7. April. Jeweils samstags 15-17 Uhr, sonntags 11-13 und 15-17 Uhr. Altes Küsterhaus. Düsseldorfer Straße 6

(mgö)