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Meerbusch: UWG für Grüne Welle

Meerbusch : UWG für Grüne Welle

Die Ampelschaltung auf der sanierten L 137 (Düsseldorfer-/Moerser Straße) ist nicht optimal. Das findet auch die Verwaltung. Für eine Verkehrszählung veranschlagt sie 90 000 Euro. Den Betrag müsste die Politik beschließen.

Die Baustellenschilder sind abgebaut. Düsseldorfer- und Moerser Straße sind saniert. Eigentlich sollte der Verkehr ungehindert fließen. Tut er aber nicht. Besonders am Deutschen Eck, rund um die Ampel vor dem Vitalzentrum, so kritisiert jetzt die UWG, staut sich der Verkehr.

Und das nicht nur zu Hauptverkehrszeiten. Auch die Verwaltung ist mit dem Zustand nicht zufrieden. "Die vorhandene Grüne Welle ist nicht zu allen Verkehrssituationen optimal", antwortet Planungsdezernent Dr. Just Gérard auf eine Anfrage der UWG. Das sei unter anderem auf die zum Teil noch aus den 80er Jahren stammenden Ampelanlagen zurückzuführen.

Rund 90 000 Euro müsste die Stadt in die Hand nehmen, um den Verkehr auf der ehemaligen Bundesstraße 9, heute Landesstraße 137, zu zählen und entsprechende Änderungsvorschläge zu machen. "Dazu benötigen wir angesichts der angespannten Haushaltslage einen politischen Beschluss", so Gérard.

"90 000 Euro müssen drin sein, um den zügigen Verkehrsfluss zu gewährleisten", sagt UWG-Chef Christian Staudinger-Napp.

CDU will Prüfantrag stellen

Dass etwas verbessert werden muss, sieht auch CDU-Fraktions- und Parteichef Werner Damblon. Ob das allerdings mit Kosten in Höhe von 90 000 Euro verbunden sein muss, zweifelt er an. "Wir werden sicherlich einen Prüfantrag stellen", sagt Damblon, der selbst mehrmals täglich die Hauptverkehrsachse durch Büderich nutzt. Bei Bündnis 90/Die Grünen hält man sich zurück. "Wir müssen das Thema erst einmal in der Fraktion besprechen", sagt Fraktionschef Jürgen Peters.

Ebenso sieht das Gesine Wellhausen, Fraktionschefin der FDP. "Ich habe die Beschwerden auch schon von vielen Bürgern gehört", sagt sie, will sich zunächst aber auch mit ihrer Partei beraten. "Wir können nicht einerseits zum Sparen auffordern und andererseits ungeprüft Geld ausgeben", sagt sie. Sollte ein politischer Beschluss zustande kommen, müsste die Stadt sich ohnehin mit dem Landesbetrieb Straßen NRW in Verbindung setzen, da dieser als Baulastträger für Steuerungsgeräte und die Verkabelung zuständig sei.

Wann wie viel Geld vom Land NRW bereitgestellt werden würde, könne man derzeit nicht sagen. "Es sind viele Fragen offen", so Damblon, der auch daran erinnert, dass vor der Sanierung auf der Straße schon viel Verkehr geflossen ist, der während der Bauzeit wegblieb und jetzt so langsam wieder zurück komme.

(RP)