Meerbusch: "Upcycling" für den guten Zweck

Meerbusch: "Upcycling" für den guten Zweck

450 Euro für eine Suppenküche in Namibia haben die Kinder der Stadtranderholung gesammelt.

Intensiv haben sich die Kinder bei der Stadtranderholung des Jugendamtes in diesem Jahr mit dem Ferienthema "Upcycling" beschäftigt. Beim Upcycling werden scheinbar nutzlose Dinge mit Fantasie und etwas Geschick in neuwertige Produkte verwandelt. Vermeintliche Abfälle werden nicht nur - wie beim Recycling - wiederverwendet, sondern obendrein aufgewertet. Dazu passte der Bastel-Höhepunkt beim diesjährigen Ferienspaß: Schaukelstühle aus alten Paletten bauen.

Georg Vinzens, der ansonsten mit Kindern und Jugendlichen auf dem städtischen Abenteuerspielplatz in Büderich arbeitet, hatte die Idee und stieß bei den jungen Handwerkern schnell auf Begeisterung. "Dabei haben unsere Kinder auch erfahren, dass die Mentalität unserer Wegwerfgesellschaft wertvolle Ressourcen vergeudet und so auch der Umwelt schadet", sagt Beate Enzel, Leiterin der Stadtranderholung. Die Folgen trügen nicht zuletzt auch die Menschen in den ärmsten Ländern der Welt.

So kam zum Ende der Stadtranderholung spontan der Wunsch auf, wieder selbst etwas für Benachteiligte zu tun. Nach der erfolgreichen Initiative für notleidende Kinder in Äthiopien im vergangenen Jahr wurde diesmal eine große Spendenaktion für eine Kinder-Suppenküche in Walvisbay, Namibia, gestartet. Beim traditionellen Elternnachmittag am Ende der Stadtranderholung verkauften Ferienkinder und Betreuer Kaffee, Kuchen und Würstchen, und auch die beim Ferienspaß entstandenen Bastelarbeiten fanden schnell Käufer. "Zusätzlich haben viele Eltern großzügig gespendet", so Enzel. Der Erlös des Tages: stolze 450 Euro. Beate Enzel und Betreuer David Kümmel über wiesen das Geld jetzt auf das entsprechend Hilfskonto der Evangelischen Kirche. An einer passenden Idee für die Stadtranderholung 2018 wird schon gebastelt

(RP)