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Meerbusch: Umstrittene Feuerwehr: Grundstein ist gelegt

Meerbusch : Umstrittene Feuerwehr: Grundstein ist gelegt

Zahlreiche Feuerwehrmänner der Löschgruppe Langst-Kierst, darunter auch viele jugendliche Mitglieder, Kollegen benachbarter Feuerwehren, Bürgermeister Dieter Spindler sowie die Dezernenten Angelika Mielke-Westerlage und Dr. Just Gérard waren zur Langster Straße gekommen, um die Grundsteinlegung für das neue Gerätehaus gebührend zu feiern.

Das von den freiwilligen Brandbekämpfern lang ersehnte Gerätehaus mit integriertem Bürgersaal gilt nach Projekten in Strümp, Nierst und Bösinghoven als viertes Feuerwehr-Projekt. "Wir hätten es gern gehabt, dass Langst-Kierst früher dran gewesen wäre, die Löschgruppe hätte es verdient gehabt", stellte Spindler fest.

Die Gründe lagen nicht zuletzt daran, dass der Abriss der alten Schule für den Neubau nicht unumstritten war. Es gab Stimmen, die sich für den Erhalt der Schule stark gemacht hatten, es wurde viel geplant und mancher Plan auch wieder verworfen. Da man letztlich aber auch in energetischer Hinsicht ein zukunftsweisendes Gebäude haben wollte, war das Bauvorhaben nur als Neubau zu realisieren. "Wie sehen hier eine Vorbildfunktion der Stadt", so Spindler.

Das Gebäude wird über eine thermische Solaranlage verfügen und die gesamte Dachfläche wird daher für Solar-Kollektoren genutzt werden, die Raumdämmung wird sich an neusten Vorschriften orientieren. "Zudem wird die Raumbelüftung über eine hochwertige Wärmerückgewinnung verfügen", so Claus Klein, Bereichsleiter Service Immobilien der Stadt. Die Gesamtkosten für den 352 Quadratmeter großen Bau inklusive Fahrzeughalle und Schulungsraum für die Feuerwehrjugend (18 Jungen und Mädchen) und 24 Aktiven sowie den Bürgersaal samt Teeküche belaufen sich auf rund 960 000 Euro.

Was den vergleichsweise großen Vorplatz anbetrifft, so sind neben Parkplätzen auch Bänke und eventuell sogar ein Springbrunnen geplant. Wenn dort ein Dorfplatz mit Treffcharakter entstehen würde, wäre das ganz im Sinn aller. "Seit Jahren leben wir mit Provisorien, haben unseren Fuhrpark beispielweise in der Scheune von Bauer Hilgers und auf öffentlichem Parkraum abgestellt und müssen uns vor Einsätzen, von denen es in diesem Jahr bereits 34 gab, auf freiem Feld umziehen", so Josef Klören, stellvertretender Wehrleiter. "Und wir freuen uns, weil wir endlich mal die Möglichkeit haben, unter uns zu sein, auch wenn unser Raum ziemlich klein ausfällt", ergänzt Sohn Florian, der mit seinen zwölf Jahren bereits seit zwei Jahren bei der Jugendfeuerwehr aktiv ist.

(RP)