Meerbusch: TuS will den nächsten Favoriten ärgern

Meerbusch : TuS will den nächsten Favoriten ärgern

Am Sonntag um 14.30 Uhr gastiert Bösinghoven beim Wuppertaler SV, dem aktuellen Tabellenzweiten. Galster und Dauser drohen gegen den Traditionsklub verletzungsbedingt auszufallen

Sieg gegen Ratingen 04/19, Unentschieden gegen den Tabellenführer SV Hönnepel-Niedermörmter, knappe Niederlage gegen den FC Kray: Auch wenn der TuS Bösinghoven seit einigen Spieltagen im Mittelfeld der Tabelle festhängt, haben die jüngsten Ergebnisse gezeigt, dass der Truppe von Trainer Werner Wildhagen die Spitzenmannschaften der Oberliga Niederrhein scheinbar besonders gut liegen.

Am Sonntag (14.30 Uhr) gastieren die Schwarz-Gelben beim nächsten Topteam, dem Wuppertaler SV. Trotz der erneuten Außenseiterrolle seiner Mannschaft, ist Werner Wildhagen optimistisch, dass sie auch bei dem ehemaligen Bundesligisten etwas mitnehmen können: "Unsere letzten Auftritte haben gezeigt, dass wir uns stabilisiert haben", so der 55-Jährige. "Wenn wir daran anknüpfen und auch mit Mut nach vorne spielen, sind drei Punkte durchaus möglich." Die Bilanz der Wuppertaler liest sich allerdings beeindruckend und verspricht harte 90 Minuten.Die letzte Niederlage kassierten sie am dritten Spieltag, acht ihrer letzten elf Partien entschieden sie für sich. Der Lohn ist Tabellenplatz zwei mit nur zwei Punkten Rückstand auf den SV Hönnepel-Niedermörmter.

"In ihrer Mannschaft steckt riesen Potenzial", weiß Wildhagen. "Allerdings stehen sie durch die enorme Unterstützung der Fans auch riesig unter Druck, was schnell zu Unruhe im Spiel führen kann." Zu den Heimspielen des WSV kommen regelmäßig mehr als 1 500 Fans — die Partie am zweiten Spieltag gegen den FC Kray besuchten sogar mehr als 3 000 Zuschauer. Diese außergewöhnlich hohe Zahl kann für den TuS sowohl ein Antrieb sein, als auch zur Nervosität führen. "Wir sollten diese Atmosphäre genießen", unterstreicht Wildhagen.

"Wir haben im Pokalspiel gegen Duisburg gezeigt, dass wir mit einer solchen Kulisse umgehen können. Ein solch unverkrampfter Auftritt wird auch am Sonntag von Nöten sein." Die Bösinghovener haben elf Punkte weniger als der WSV gesammelt und stecken im Niemandsland der Tabelle fest. Der Abstand nach oben ist zu groß, um ernsthaft anzugreifen — das Polster auf die ersten Abstiegsränge ist mit zehn Punkten komfortabel. Für den TuS-Coach ist das allerdings kein Grund, sich zurückzulehnen. "Es ist gar nicht unser Anspruch, ganz oben anzugreifen — da müsste schon alles passen", so Wildhagen. "Bei den unklaren Abstiegsregelungen dieser Liga ist aber jeder Punkt nach unten hin enorm wichtig. Wir dürfen uns nicht ausruhen." Ausruhen dürfen sich dafür wohl aber Top-Torjäger Kevin Dauser und Allrounder Stefan Galster — wenn auch nicht ganz freiwillig. Die Stammspieler mussten im vergangenen Spiel gegen den SV Hönnepel-Niedermörmter verletzt das Feld verlassen und drohen nun gegen Wuppertal auszufallen. "Hinter beiden steht noch ein sehr großes Fragezeichen, aber es sieht nicht gut aus", fürchtet Wildhagen.

(RP)
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