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Meerbusch: TuS strotzt vor Ehrgeiz

Meerbusch : TuS strotzt vor Ehrgeiz

Der TuS Bösinghoven startet am Wochenende als Neuling in die Saison der Oberliga Niederrhein. Der Klassenerhalt ist das primäre Ziel, doch Manager Christoph Peters traut dem Team des neuen Trainers Martin Stasch noch mehr zu.

BÖSINGHOVEN Das Meerbuscher Fußball-Märchen geht weiter. In der Saison 2006/07 kickte der TuS Bösinghoven noch in der Kreisliga B. Nun ist er nach fünf Aufstiegen in sechs Jahren in der Oberliga angekommen, in der die Schwarz-Gelben am Sonntag um 15 Uhr mit dem Heimspiel gegen Germania Ratingen in die neue Saison starten.

Sie unterstützen als Neuzugänge den TuS Bösinghoven: Michael Enger, Dominik Krause und Andre Kobe (1. Reihe v.l.) und Christos Pappas, Manuel Lemke, Georges Ndoum (oben v.l.) mit Trainer Martin Stasch. Foto: Ulli Dackweiler

Der Vater des Erfolgs – Trainer Wolfgang Jeschke – ist nicht mehr da. Er legte sein Amt nach sechs erfolgreichen Jahren aus beruflichen Gründen im Sommer nieder. "Wolfgang war für diesen Verein wie ein Sechser im Lotto. Ohne ihn hätten wir das alles niemals geschafft", schwärmt Manager Christoph Peters.

Nachfolger wird der bisherige Assistenzcoach Martin Stasch. Mit 28 Jahren ist der noch ein weitgehend unbeschriebenes Blatt. "Wir wollten unserer Linie treu bleiben und es anders machen als die übrigen Clubs: Wir haben einem jungen Mann die Chance gegeben", erklärt Peters. Stasch zahlte das in ihn gesetzte Vertrauen bislang zurück. "Er hat unser Schiff in der Vorbereitung hochseetauglich gemacht. Zum Teil habe ich die Mannschaft noch nie so Fußballspielen gesehen", staunt Peters.

Neben der guten Arbeit des Trainers liegt das auch an den namhaften Neuzugängen. So verleihen der neue Kapitän Andreas Altenbeck (SV Schermbeck), George Ndoum (FC Wegberg-Beeck) und Manuel Lemke (Duisburger SV) der Abwehr enorme Stabilität. Im Mittelfeld sorgen Christos Pappas (SSVg. Velbert) und Michael Enger (Hülser SV) für neuen Dampf. Andre Kobe (Viktoria Anrath) ist im Angriff ebenso eine Alternative wie Eigengewächs Dominik Krause. "Die beiden sind die Senkrechtstarter der Vorbereitung", so Peters. Hinzukommen wird der frühere Profi Bekim Kastrati, den der TuS aller Voraussicht nach in Kürze als achten Neuzugang vorstellen wird. Für Sonntag kommt sein Einsatz aber ebenso wenig infrage wie der des neuen Torwarts Patrick Iwersen (Spfr. Baumberg), der aufgrund einer Meniskus-OP einige Wochen ausfallen wird.

Dessen ungeachtet gehen die Bösinghovener optimistisch in die neue Spielzeit. "Es gibt bis zu sieben Absteiger, das ist schon eine Hausnummer. Unser primäres Ziel ist daher, die Klasse zu halten", meint Peters, ergänzt aber im gleichen Atemzug: "Ich glaube, vorausgesetzt die Mannschaft wächst zu einer echten Einheit, dass wir sogar eine noch bessere Rolle spielen können, als 'nur' drin zu bleiben." "Platz zehn wäre gut, mehr ein Traum", ergänzt Stasch. Der sitzt laut Peters übrigens fest im Sattel – ganz egal, wie die Saison verläuft. "Ich kann jetzt schon versprechen, dass Martin auch am Ende der Saison unser Trainer ist."

Viel wird für den TuS vom schweren Auftaktprogramm abhängen. Nach dem Heimspiel gegen Ratingen folgen die Partien gegen die U23 von RW Oberhausen, Schwarz-Weiß Essen und den KFC Uerdingen.

(RP)