Das Wochenende: TuS startet in die neue Oberliga-Saison

Das Wochenende: TuS startet in die neue Oberliga-Saison

Mit dem Heimspiel am Sonntag gegen VfB Speldorf geht es für den TuS überraschend in der Oberliga weiter. Primäres Ziel ist der Klassenverbleib. Neun Neuverpflichtungen sollen dabei mithelfen

Als am 1. Juli das Insolvenzverfahren gegen den Wuppertaler SV eröffnet wurde, war der Jubel beim TuS Bösinghoven groß. Durch den Zwangsabstieg des WSV wurde die Oberliga Niederrhein auf 20 Teams aufgestockt. Nutznießer war unter anderem der TuS, der sich zuvor schon mit dem Gang zurück in die Landesliga abgefunden hatte. Sowohl die Personalplanung als auch das Vorbereitungsprogramm waren auf die erst Ende August beginnende Landesliga-Saison ausgelegt. Die Auswirkungen sind zu spüren.

"Wir befinden uns eigentlich noch in der Findungsphase. Unsere Vorbereitung wäre erst in drei oder vier Wochen abgeschlossen", sagt der neue Trainer Werner Wildhagen, der auf Carsten Baumann folgt. Der frühere Fußballprofi kommt vom Landesligisten GSV Moers. Vorher trainierte Wildhagen den 1. FC Bocholt, SW Essen und Rot-Weiß Oberhausen II. "Er hat sowohl als Spieler als auch als Trainer große Erfahrung im höherklassigen Fußball und uns ein gutes Konzept vorgelegt", erklärt Manager Christoph Peters, wieso die Wahl auf den 55-Jährigen fiel. Die Mannschaft sei mit seiner Arbeit bislang sehr zufrieden. "Er schafft es, für die Spieler nahbar zu sein, aber dennoch eine gewisse Distanz zu ihnen zu wahren", sagt Peters. Innerhalb des Kaders gibt es ebenfalls Veränderungen. Nur 15 Spieler aus der Vorsaison sind dem TuS erhalten geblieben, darunter Leistungsträger wie Semir Purisevic, Christos Pappas, Stefan Galster, Florian Witte, Daniel Palac und Torjäger Kevin Dauser. Acht Akteure haben den TuS verlassen, besonders schwer wiegen die Verluste von Abwehrchef Andreas Altenbeck, Offensivakteur Aleksandar Pranjes und Angreifer Bekim Kastrati.

Demgegenüber stehen neun Zugänge, darunter die Rückkehrer Mehmet Özer und Robert Palikuca, die beide schon früher ihre Schuhe für den TuS schnürten. Özer dürfte die Nachfolge von Altenbeck als Abwehrchef einnehmen, Palikuca wird als Allrounder gebraucht. "Mit seiner Kopfballstärke und Erfahrung wird er uns helfen", meint Wildhagen.

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Große Stücke hält er auch auf Mittelfeldstratege Gabriel Czajor, der vom TuSpo Richrath kam. "Er hat vom ersten Tag an eine hohen Stellenwert in der Mannschaft genossen", so Wildhagen. Simon Poredda, den der neue Trainer mit vom GSV Moers brachte, fällt wegen eines Knöchelbruchs noch eine ganze Weile aus. Das gilt auch für Stammkeeper Patrick Iwersen (Schulterverletzung). Um den Posten im Kasten streiten sich nun Neuzugang Georgios Kalomoiris und Oliver Seibert.

Die übrigen Neuen Kazuki Nomura, Dustin Orlean, Duah Wüstefeld und Nedzat Husejinovski sind allesamt junge Spieler, die den arrivierten Kräfte Dampf machen sollen. "Sonst haben wir meist fertige Spieler geholt, diesmal setzen wir gezielt auf Talente", so Manager Peters. Dennoch habe die Truppe genug Potenzial, um in der Oberliga eine gute Rolle zu spielen. Peters: "Primär geht es darum, den Abstieg zu verhindern. Aber im Optimalfall ist Platz acht für uns drin."

(RP)
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