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Meerbusch: TuS: "Heimspiel" in der Grotenburg

Meerbusch : TuS: "Heimspiel" in der Grotenburg

Der TuS Bösinghoven hat sich mit Gegner KFC Uerdingen darauf geeinigt, das heutige Spiel als Gastgeber im Grotenburg-Stadion auszutragen. Für die Meerbuscher ist die Partie ein neuer Höhepunkt

Das letzte Mal ausverkauft war die Grotenburg vor 19 Jahren. Am 5. November 1994 beim Fußball-Bundesligaspiel zwischen Bayer 04 Uerdingen und Rekordmeister Bayern München. So viele Zuschauer werden es wohl bei dem Oberliga-Duell gegen den TuS Bösinghoven heute Abend nicht werden, dennoch dürfte es wohl für die Meerbuscher das Heimspiel mit der bisher größten Kulisse werden.

Um 19 Uhr tritt der TuS gegen den eigentlichen, mittlerweile zu KFC Uerdingen umbenannten, Stadion-inhaber an. Ein Heimspiel des TuS Bösinghoven in der Krefelder Traditionsarena? Den Bösinghovenern Verantwortlichen war bewusst, dass zu dem Spiel gegen den Traditionsklub ein größerer Zuschauerandrang als üblich herrschen wird. Der eigene Platz am Windmühlenweg war für ein Abendspiel zu schlecht beleuchtet und bot nicht genug Platz. Nachdem eine Verlegung an einen anderen Meerbuscher Spielort scheiterte, einigten sich der TuS und der KFC. Auch das Rückspiel sollte beim Ex-Bundesligisten ausgetragen werden, Veranstalter und offizieller Gastgeber sind jedoch weiterhin die Bösinghovener.

Finanziell wurde geregelt, dass der TuS dem KFC die Stadionmiete bezahlt, aber alle Einnahmen wie Kartenverkauf oder Getränke behalten darf. "Die Zusammenarbeit mit dem KFC hätte nicht besser laufen können", ist TuS-Abteilungsleiter Daniel Peters zufrieden. Die Zuschauer, die bereits eine Karte für die Begegnung besitzen oder eine Dauerkarte haben, können diese auch weiterhin nutzen.

Die Partie des TuS beim KFC Uerdingen im ehrwürdigen Grotenburg-Stadion war erklärtermaßen das "Spiel des Jahres" für die Meerbuscher Aufsteiger in dieser Saison. Nun gibt es also nach dem Hinrundenspiel (4:1 für den KFC) einen weiteren Saisonhöhepunkt. Die Grotenburg ist den Fußballfans in Deutschland dank legendärer Spiele bekannt. So etwas will auch der TuS schaffen, und bei seinem "Heimspiel" dem KFC Paroli bieten. "Wenn wir denken, dass wir sowieso verlieren, müssen wir gar nicht antreten", sagt TuS-Trainer Martin Stasch kämpferisch.

Dass Uerdingen als absoluter Favorit ins Spiel geht, ist unumstritten. Schließlich steht der KFC mit 19 Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze als Aufsteiger in die vierte Liga fast schon fest und hat erst eine Niederlage kassiert — vergangene Woche gegen den SV Sonsbeck. "Das zeigt immerhin, dass der KFC nicht unbesiegbar ist. Dass es verdammt schwer wird, ist klar", sagt Stasch. Wie genau seine Mannschaft das ungewöhnliche Heimspiel antritt, steht noch nicht fest. Viele Verletzungen (Dauser, van den Bergh etc.) durchkreuzen immer wieder die Pläne des Trainerteams.

(RP/EW)