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Meerbusch: Tüfteln am Stundenplan

Meerbusch : Tüfteln am Stundenplan

Noch eine Woche, dann beginnt die Schule. Die Sekretariate der weiterführenden Schulen sind besetzt. Die Schulleiter regeln letzte, organisatorische Dinge, damit es mit dem Start am nächsten Mittwoch klappt.

Franz Vogel (58) puzzelt gern. Eine Vorliebe, die ihm beim Organisieren des Stundenplans zugutekommt. "Man braucht viel Geduld und eine Strategie", sagt der Lehrer, der seit zehn Jahren am Meerbusch-Gymnasium in Strümp für die Stundenpläne zuständig ist.

Besonders schwierig sei es in diesem Jahr, die Kurssysteme der Oberstufe mit den notwendigen Fächern und Stunden zu bedienen. "Wir haben drei Stufen", erläutert Vogel. "Die Einführungsstufe, den Doppeljahrgang und Stufe 13. Alle haben ein bestimmtes Stundenkontingent, das sie erfüllen müssen."

Bei 400 Schülern in der Sekundarstufe II wird es da schon eng. "Allein für die erste Stunde am Montag benötige ich in der Oberstufe 20 Lehrer. "Das ist ein kombinatorisches Problem", sagt Vogel, dem zur Bewältigung das Computersystem "Untis" zur Verfügung steht. "Mit Stecktafeln habe ich noch nie gearbeitet", sagt er. Er setzt auf elektronische Hilfe.

Nur keine Doppelung

Denn wenn es Doppelungen beim Einsatz eines Lehrers gibt, dann ist der ganze Plan hinfällig. Doch Vogel ist auf einem guten Weg. Seit einer knappen Woche arbeitet er am Plan. Schon morgen soll er fertig sein und kann dann ins Netz gestellt werden, damit alle Schüler wissen, was sie im kommenden Schuljahr erwartet.

Rund 970 Schüler besuchen ab nächster Woche Mittwoch das Meerbusch-Gymnasium, 400 in der Oberstufe und knapp 600 in den Klassen fünf bis neun. "Auch dort muss man größere Projekte und die Differenzierung etwa im Sprachenbereich einplanen", so Vogel. Insgesamt stehen ihm dafür 70 Kollegen zur Verfügung. "Wenn keiner ausfällt, geht der Plan auf", sagt er. "Wir sind personell gut aufgestellt. In keinem Fach gibt es Engpässe beim Personal", so Verwaltungskoordinator Vogel.

Seit 30 Jahren ist er als Lehrer am Meerbusch-Gymnasium. Die Ausarbeitung des Stundenplans ist für ihn keine "Strafarbeit". "Ich mache das gern", sagt er. Bevor er vor zehn Jahren die Verantwortung für diese komplizierte Aufgabe übernommen hat, hat er bereits zehn Jahre am Plan mitgearbeitet. Das hat ihm die notwendige und hilfreiche Erfahrung eingebracht.

Raumnot gibt es am Meerbusch-Gymnasium nicht. "Wir arbeiten nach dem Lehrerraumprinzip. Das heißt, die Schüler gehen in die Klassenräume zu ihren Lehrern. Diese bleiben", so der Koordinator. 38 solcher Lehrerräume gibt es. Dazu kommen noch die jeweiligen Fachräume in den Naturwissenschaften und den musischen Fächern.

(RP)