Meerbusch: Treudeutsch stolpert beim Viertletzten

Meerbusch: Treudeutsch stolpert beim Viertletzten

Lanks Verbandsliga-Handballer unterliegen beim Abstiegskandidaten Jahn/Hiesfeld völlig verdient mit 27:30.

Eine Enttäuschung boten die Handballer des TuS Treudeutsch im vorletzten Spiel des Jahres. Mit 27:30 (14:13) unterlagen die Lanker beim Viertletzten Jahn/Hiesfeld und verspielten gegen den Abstiegskandidaten der Verbandsliga damit ihre glänzende Ausgangsposition.

Der enttäuschte Trainer Mario Lenders beklagte nach dem Schlusspfiff die mangelhafte Einstellung seiner Truppe, die wir ein Abstiegskandidat spielte. "Keiner meiner Spieler hat Beulen und Kratzer", schimpfte er. "Ich habe den Eindruck, einige hatten das Spiel mit Blick auf die Tabelle schon vor dem Anpfiff gewonnen. Wir haben hier heute völlig verdient verloren, waren kämpferisch und spielerisch klar unterlegen."

Die jüngsten sechs Spiele hatten die Lanker nicht verloren und dabei teilweise starke Leistungen gezeigt. Sie hatten beim TV Vorst 30:25 gewonnen, den Zweiten TV Geistenbeck sensationell deutlich mit 30:19 aus der Halle geschossen und sich zuletzt mit einem Kraftakt mit 26:24 gegen die HSG Vennkel/Rumeln/Kaldenhausen durchgesetzt. "In all diesen Spielen hatten Einstellung und Spannung gestimmt, da waren wir fokussiert", meinte Lenders. "Heute war davon überhaupt nichts zu sehen."

Minutenlang hockten seine Schützlinge nach der Schlusssirene noch auf dem Parkett und konnten nicht fassen, dass sie diese Partie nicht gewonnen haben - gegen einen Gegner, der keineswegs stark agierte und der zurecht im Tabellenkeller steckt.

In den Schlussminuten bekamen die Lanker trotz all ihrer Versäumnisse sogar doch noch einmal die Chance, dem Spiel noch eine Wende zu geben. Innerhalb von zwei Minuten egalisierten sie einen 22:26-Rückstand durch Treffer von Kristian Frangen, Dominik Fischer, Alexander Görtz und Mohammad Al-Bonie. Doch sie machten den Gegner durch eigene Unzulänglichkeiten wieder stark.

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Von Beginn an hatten die Lanker pomadig und überheblich agiert, lagen aber zunächst über 2:1 und 4:2 mit 6:3 vorne. Bis zur Pause führten sie meist mit ein oder zwei Treffern Vorsprung. Mit Wiederbeginn drehte der Gastgeber den Spieß um und zogen erstmals selbst in Front (17:15). Doch die Blau-Weißen schienen noch einmal die Kurve zu kriegen und trafen durch drei Treffer in Folge von Görtz, Fischer und Tobias Duellberg zum 18:17. Es blieb die letzte Führung der Lanker, die in Folge schnell einem Drei-Tore-Rückstand hinterherliefen.

"Wir hatten in der zweiten Halbzeit überhaupt keine klare Linie und waren viel zu undiszipliniert", sagte Lenders. "Wir haben einfach katastrophal schwach agiert." Von seiner Kritik nahm der Coach die Torhüter aus, die bei den Gegentoren machtlos waren.

"Über den Ausgang der Partie dürfen wir uns deshalb überhaupt nicht beschweren", meinte der Coach und schritt nach der Schlusssirene energisch ein, als seine Spieler die Schiedsrichter bestürmten, die einige kuriose Entscheidungen getroffen und klare Foulspiele nicht geahndet hatten. "Die Schiedsrichter sind ihrer Linie konsequent gefolgt, haben klare Foulspiele auch auf Hiesfelder Seite nicht gepfiffen. Sie sind die Letzten, die eine Schuld an unserem Debakel haben."

Am Samstag (19.30 Uhr, Waldsporthalle,Am Sportplatz 11a,41352 Korschenbroich) reisen die Treudeutschen zum Drittletzten TV Korschenbroich II. Dort droht mit einer ähnlichen Leistung eine weitere Niederlage.

(RP)