Meerbusch: Toter bei Kellerbrand in Lank-Latum

Meerbusch : Toter bei Kellerbrand in Lank-Latum

Bei einem Großbrand im Keller unter der Lank-Latumer Postagentur an der Fronhofstraße hat es Dienstagnachmittag ein Todesopfer gegeben. Das bestätigte die Polizei. Der Tote wurde in einem Bereich gefunden, den ein Auktionshaus als Lager genutzt hat. Er wurde noch nicht identifiziert.

Bei einem Großbrand im Keller unter der Lank-Latumer Postagentur an der Fronhofstraße hat es Dienstagnachmittag ein Todesopfer gegeben. Das bestätigte die Polizei. Der Tote wurde in einem Bereich gefunden, den ein Auktionshaus als Lager genutzt hat. Er wurde noch nicht identifiziert.

Die Feuerwehr hatte Vollalarm ausgelöst und gut 100 Wehrleute mobilisiert. Aufgrund der schwierigen Bedingungen dauerte es trotzdem zweieinhalb Stunden, bis die Feuerwehr zum Brandherd vordringen konnte. Während des Einsatzes wurden zwei Personen von der Johanniter-Unfall-Hilfe vor Ort bereut. Zwei weitere wurden zu ihrem Hausarzt gebracht. Elf Bewohner wurden aus ihren Wohnungen geholt und im angrenzenden Pfarrzentrum betreut.

Antiquitäten behinderten Wehr

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte gegen 15 Uhr war der Geschäftsraum in dem sich Postagentur und ein Sportgeschäft befinden, bereits stark verraucht. Aus dem 250 Quadratmeter großen Keller, der als Lager eines Auktionshauses genutzt wird, drang schwarzer Qualm. Auch eine extreme Hitzeentwicklung im Keller machten den Einsatz nach Angaben der Wehr von Beginn an äußerst schwierig.

Durch den dickten Rauch ertasteten sich mehrere Trupps mit Atemschutzmasken den Weg nach unten. Sie kamen aber nicht weit. Zunächst mussten sie eine verschlossene Stahltür aufbrechen. Dann bahnten sich die Brandbekämpfer einen Weg durch eine Vielzahl von Antiquitäten, die im Keller lagerten. "Diese machten jegliches Fortkommen bei Nullsicht fast unmöglich", so der Feuerwehrbericht.

Insgesamt setze die Wehr 25 Trupps mit Atemschutzgeräten ein, um den Keller im Wechsel mit frischen Kräften zu durchsuchen. Auch eine Wärmebildkamera kam zum Einsatz. Im Anschluss warf die Wehr vier Hochdrucklüfter an, um den Keller vom Rauch zu befreien. Der Brandgeruch fiel Bürgern im gesamten Lanker Ortszentrum auf.

Nachdem sich gegen 16 Uhr abzeichnete, wie schwierig die Löscharbeiten werden würden, löste die Wehrleitung Vollalarm aus. Während große Teile der Feuerwehr an der Fronhofstraße im Einsatz waren, wurde der Brandschutz für das übrige Stadtgebiet durch Teile der Löschzüge Osterath und Büderich auf der Osterather Feuerwache sichergestellt. Dienstagabend wurde die Einsatzstelle dann für die anlaufenden Ermittlungen der Kriminalpolizei ausgeleuchtet. Dabei wurde der Tote entdeckt.

(RP)
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