1. NRW
  2. Städte
  3. Meerbusch

Meerbusch: Tierschützer vor Gericht

Meerbusch : Tierschützer vor Gericht

Das Landgericht in Düsseldorf verhandelt am Mittwoch, 11. April, die angebliche Nötigung eines „Tierbefreiers“. Der Geschädigte ist ein Meerbuscher Unternehmer aus der PR-Branche.

Ein Unternehmer und Familienvater aus Meerbusch steht in diesem Monat am Düsseldorfer Landgericht im Mittelpunkt eines Verfahrens gegen einen mutmaßlich rabiaten Tierschützer.

Der Vorstandsvorsitzende der Organisation „Die Tierbefreier" ist wegen Nötigung angeklagt. Er soll in mehreren Faxen den Unternehmer aus Meerbusch dazu aufgefordert haben, seine Zusammenarbeit mit einer Münsteraner Firma zu beenden. Jetzt droht dem Angeklagten vor Gericht zumindest eine erhebliche Geldstrafe.

Vermummt randaliert

Rückblick: In den vergangenen Jahren hatten die „Tierbefreier" immer wieder auf verschiedene Art und Weise gegen das angebliche Tierversuchslabor „C" in Münster demonstriert. Der Unternehmer aus Meerbusch ist nach Angaben der Justiz mit seiner bundesweit erfolgreichen PR-Firma für die Münsteraner Firma tätig. Diese Tätigkeit haben die „Tierbefreier" dem Meerbuscher und seiner Familie offenbar übel genommen. In mehreren Faxen sollen sie ihn aufgefordert haben, seine werbenden Aktivitäten für das Tierversuchslabor einzustellen.

  • Meerbusch : Meerbuscher in Düsseldorf vor Gericht
  • Stadt Willich : Meerbuscher baute Hanf in Willich an
  • Gericht : Meerbuscher Raser in Neuss vor Gericht

Um der Forderung Nachdruck zu verleihen, sollen sie angeblich auch nachts vermummt vor seiner Haustür in Meerbusch randaliert haben. „Die Kinder des PR-Unternehmers haben diesen Vorfall jedenfalls nur schwerlich verkraftet", so Gerichtssprecher Ulrich Thole, „sie litten monatelang unter Schlafstörungen."

Nicht nur die Kinder sollen in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Unter anderem sollen die „Tierbefreier" den Meerbuscher auch bei anderen Gelegenheiten als „Mörder" beschimpft haben. In erster Instanz hatte das Düsseldorfer Amtsgericht den Vorsitzenden der Tierschutzorganisation daraufhin zu einer Geldstrafe in Höhe von 500 Euro verurteilt.

Verurteilter ging in Berufung

Damit ist die Angelegenheit aber noch keineswegs beendet. Denn diese Geldstrafe will der 33-jährige Angeklagte nicht akzeptieren. Er hat Berufung gegen das Urteil eingelegt. Darüber wird das Gericht nun am Mittwoch, 11. April, (ab 9 Uhr im Saal L 115) des Düsseldorfer Landgerichts an der Neubrückstraße 3 verhandelt.

(RP)