Theater für alle Altersstufen : In Strümp wird wieder Theater gespielt

Am Samstag, 30. Juni, 17 Uhr wird das Stück „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ in der Strümper Versöhnungskirche aufgeführt.

Mit einem generationsübergreifenden Projekt verabschiedet sich der Gemeindepädagoge Michael Hübner mit 58 Jahren aus der evangelischen Gemeinde Lank. Am Samstag, 30. Juni, um 17 Uhr, an seinem letzten Arbeitstag, ist in der Versöhnungskirche Strümp am Mönkesweg Premiere des Stückes „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“, frei nach den Gebrüdern Grimm. Das Besondere daran ist, dass Kinder, Jugendliche und Erwachsene zwischen sieben und 76 Jahren gemeinsam auf der Bühne stehen und ihre Ideen einbringen konnten.

Hübner hat das Märchen umgeschrieben und führt Regie. „Ich freue mich, dass meine Idee in der Gemeinde so gut angenommen wurde“, sagt der Lanker, der 22 Jahre in Lank und Strümp tätig war. Kinder aus der Kindergruppe „Moki“ hätten sich ebenso dafür begeistern können, wie Kantorin Claudia Jacobs, die diesmal in eine ganz andere, sprechende Rolle schlüpft. Für die Klavierbegleitung sorgt Gemeindemitglied Friedel Stier.

Im Kern geht es bei dem Stück darum, die Zukunft eines durch Gier und Ungerechtigkeit erstarrten Königreichs zu retten. Dabei wird sogar die Großmutter des Teufels zur Patin des Glücks, indem sie sich die drei goldenen Haare des Teufels verschafft, die das Glückskind Felix zur Rettung des Königreichs benötigt. Eine dankbare Rolle für Beate Aengevelt, die als furchteinflößende Großmutter mit schwarzer Vogelspinne brilliert.

Bei den Proben zum Theaterstück, die im April starteten, konnte Hübner von seiner rund 20-jährigen Erfahrung im weihnachtlichen Krippenspiel profitieren. Kinder- und Jugendarbeit, das waren seine Schwerpunkte, ehe er in den vergangenen Jahren auch in die Seniorenarbeit einstieg. „Ich bin immer wieder begeistert, wie viele Menschen sich ehrenamtlich in die Gemeindearbeit einbringen“, resümiert er. Besonders im Gedächtnis geblieben sind ihm die Fahrten mit Jugendlichen nach Mikolov und Auschwitz in Polen und nach Coventry in Großbritannien. Gerne denkt er auch an das von ihm mit Pfarrer Gerhard Saß eingeführte Vater-Kind-Zelten zurück.

Doch niemals geht man so ganz: Hübner wird zunächst in Lank wohnen bleiben und will ehrenamtlich die neue generationsübergreifende Theatergruppe weiter leiten.

Der Eintritt zu „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ ist frei. Hübner empfiehlt das Stück für Zuschauer ab acht Jahren. Um Spenden für die Jasmin-Hilfe wird am Ausgang gebeten.