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Meerbusch: Tempo-20-Zone auf Dorfstraße

Meerbusch : Tempo-20-Zone auf Dorfstraße

Mit breiter Mehrheit hat der Bauausschuss einer Umbauplanung der Dorfstraße zugestimmt. So soll es künftig einen Radweg geben – und die Höchstgeschwindigkeit auf Tempo 20 gedrosselt werden.

Mit breiter Mehrheit hat der Bauausschuss einer Umbauplanung der Dorfstraße zugestimmt. So soll es künftig einen Radweg geben — und die Höchstgeschwindigkeit auf Tempo 20 gedrosselt werden.

Mit einem Vier-Punkte-Plan soll die Verkehrssituation auf der viel befahrenen Dorfstraße in Büderich entschärft werden. Rund 3000 Fahrzeuge sind täglich auf der Dorfstraße unterwegs, zu Spitzenzeiten 300 pro Stunde. Einstimmig stimmte der Bauausschuss jetzt für einen entsprechenden Umbau-Antrag von CDU und Grünen. Diese Maßnahmen sind im Einzelnen vorgesehen:

• Tempo-20-Zone Im Abschnitt zwischen Theodor-Hellmich-Straße und Brühler Weg wird die Dorfstraße als "verkehrsberuhigter Geschäftsbereich" beschildert. Erlaubte Höchstgeschwindigkeit in diesem Bereich: 20 Kilometer pro Stunde.

• Straßenhöherlegung Im Abschnitt zwischen dem Dr.-Franz-Schütz-Platz bis zum Geschäftsbereich von Kaiser's wird die Fahrbahnfläche durchgehend erhöht und mit leicht ansteigenden Rampenstrecken versehen. Der Höhenunterschied zu den Bürgersteigen beträgt nur noch sechs Zentimeter.

• Radweg Im Bereich zwischen Moerser Straße bis Theodor-Hellmich-Straße wird auf beiden Seiten der Dorfstraße ein je 1,50 Meter breiter Radweg angelegt. Dazu müssen die Gehwege schmaler gemacht werden.

• Büdericher Allee Die Anliegerregelung der Büdericher Allee wird aufgehoben. Sie wird so verkehrsgerecht ausgebaut, dass ein "angemessenes Geschwindigkeitsniveau" erreicht wird. Idee dahinter: Die Büdericher Allee kann zusätzliche Verkehre aufnehmen; die Dorfstraße wird entsprechend entlastet.

• Zebrastreifen Am geplanten Neubau Am Pfarrgarten wird in der Einmündung zur Theodor-Heuss-Straße eine gesicherte Querung geplant.

Mehr Gleichberechtigung

"Wir haben einen Kompromiss gesucht, der die Verkehrsteilnehmer gleichberechtigter macht", erklärte Joris Mocka (Grüne) den Antrag. Die bisherigen Prüfungen zur Entschärfung der Situation auf der Dorfstraße hätten noch keine Lösung ergeben. Einen möglichen Kritikpunkt nahm Mocka gleich vorweg. "Leider ist im zentralen Geschäftsbereich kein Platz für einen Radstreifen", bedauerte der Parteichef der Meerbuscher Grünen. Eine Verbreiterung der Straße in diesem Bereich scheide aus, da dafür Bäume gefällt werden müssten. Das sei aber aus Umweltschutzgründen nicht vertretbar und verändere auch den Charakter der Straße.

Die Stadt Meerbusch muss nun Kontakt mit Straßen.NRW aufnehmen; da die Dorfstraße als Landesstraße ausgewiesen ist, muss der Landesbetrieb Straßenbau an den Planungen beteiligt werden.

(RP/rl)