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Meerbusch: Tauchgang ins Glück: Antrag per Flaschenpost

Meerbusch : Tauchgang ins Glück: Antrag per Flaschenpost

Als Marc Vortmann als Lediger abtauchte, hatte er keine Ahnung, dass er als Verlobter wieder an Land zurückkehren würde. Seine Freundin und künftige Frau Michaela Adolph hatte sich einiges einfallen lassen für die wichtigste Frage des Lebens. Es ging auf den Grund des Bösinghover Sees, für den Heiratsantrag unter Wasser. Alles war von langer Hand vorbereitet für den vergangenen Sonntag, und Marc Vortmann ahnte gar nichts. Zum 32. Geburtstag schenkte Michaela Adolph ihrem Freund einen Tauchkurs.

Einen Schnupperkurs für den ersten Tauchgang überhaupt. Unter Wasser kannten sich beide gleich gut aus, nämlich gar nicht. "Ohne Hintergrundgedanken und mit viel Spaß ging es los", erzählt der Bräutigam. Tauchlehrer Holger Cremer machte ein paar Übungen mit ihm und erklärte das Tauchgerät – und dann ging es nach unten. Die zweifache Mutter (ihre beiden Kinder heißen Jenny und Nico) wartete am Ufer auf seine Rückkehr an Land. Das entscheidende Stück für den Antrag trug Tauchlehrer Cremer in seiner Beintasche.

Auf dem Grund des Bösinghover Sees las Marc Vortmann den Heiratsantrag seiner Freundin Michaela Adolph auf der Sektflasche. Die freut sich nun mit ihren beiden Kindern Jenny (7) und Nico (5) auf die Hochzeit. Foto: KN

Zuerst erkundete Marc Vortmann mit seinem Fremdenführer die Unterwasserwelt, unter anderem einen alten Wohnwagen und eine Statue. Dann ging es zu einer Plattform, wo Cremer seine Beintasche öffnete und eine Flasche herausholte. Es war eine Sektflasche. Marc Vortmann begriff zunächst nicht. "Ich habe ihm dann per Zeichensprache erklärt, dass er mal das Etikett lesen soll und dass da draußen eine Frau auf ihn wartet", berichtet Holger Cremer. Das tat der 32-Jährige, las die besondere Flaschenpost aber wieder und wieder.

"Lieber Marc, willst du mich heiraten? Deine Michaela", war auf das Etikett gedruckt. "Ich diesem Moment habe ich mich so sehr gefreut, dass ich das das Atmen vergessen habe. Ich hätte schreien können vor Glück, nur leider war es unter Wasser schwer", erinnert sich Marc Vortmann. Währenddessen wartete Michaela Adolph an Land schon seit gut 40 Minuten darauf, dass ihr Freund endlich auftauchen würde – mit der Sektflasche und der aufgedruckten Liebesbotschaft.

Vortmann schwamm, was das Zeug hielt. "Die Sehenswürdigkeiten auf dem Rückweg habe ich nur am Rande wahrgenommen." Am Ufer angekommen stürzte er aus dem Wasser. "Ich umarmte sie und flüsterte ihr meine Antwort ins Ohr: Ja, ich will."

(RP)