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Meerbusch: Tagesmütter mit Zukunftssorgen

Meerbusch : Tagesmütter mit Zukunftssorgen

Dem Verein fehlt vor allem eine pädagogische Fachkraft

Erst geht eine langjährige Mitarbeiterin in Ruhestand und wird nicht ersetzt, dann fehlen auch noch ein paar wichtige Zuschüsse: Der Verein Tagesmütter macht sich Sorgen um seine Zukunft.

Fachberaterin Inge Loesch-Engler war von der Stadt Meerbusch finanziert und beim Verein Tagesmütter angestellt. Jetzt ging die pädagogische Fachkraft in den Ruhestand, was die Stadt zum Anlass nahm, im Jugendamt selbst eine entsprechende Stelle zu schaffen. "Diese Teilzeitkraft fehlt nun im Verein", sagt Angelika Schumann, die seit neun Jahren als Tagesmutter tätig ist. Inge Loesch-Engler war unter anderem für Vermittlungen, Fortbildungen und Qualifizierungen verantwortlich. "Sie kannte jede der 62 Tagesmütter persönlich und hatte alles im Blick", so Angelika Schumann. Die neue Fachkraft im Jugendamt könne einfach nicht alle Bedürfnisse des Vereins abdecken: "Unsere Fachberaterin hat den Verein zusammengehalten, sie hat alle verknüpft. Die Fachkraft beim Jugendamt übernimmt längst nicht alle Aufgaben. Und sie sitzt eben nicht im Verein, der ersten Anlaufstelle für die Eltern." Darüber hinaus sei die Finanzierung der Miete für die Vereinsräume, die von der Stadt seit 1992 übernommen wurde, gestrichen worden. Die Mitgliedsbeiträge allein würden nicht ausreichen, um eine Teilzeitkraft und alle zusätzlichen Kosten zu übernehmen. "Unser eigentliches Ziel ist es, die Kindertagespflege als Betreuungsform zu etablieren", sagt Angelika Schumann. "Jetzt müssen wir zuerst für die Zukunft unseres Vereins kämpfen und sind dabei auf unsere Mitglieder und auch Spenden angewiesen."

Weitere Infos unter www.tagesmuetter-verein.de

(jrb)