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Meerbusch: Strümperin hilft Kindern in Uganda

Meerbusch : Strümperin hilft Kindern in Uganda

Für Monika Wagner steht schon seit langem fest, "im Ausland soziale Arbeit zu leisten". "Andere machen 'walk and travel'. Ich möchte mich nützlich machen und trotzdem fremde Länder und Kulturen kennenlernen", erklärt die 27-Jährige.

Derartige Wünsche äußerte sie bereits vor dem Abitur in ihrer Heimatstadt Kassel: "Aber ich habe das immer wieder verschoben." Ausbildung, Umzüge und Lebensplanungen machten stets einen Strich durch die Rechnung.

Jetzt aber steht Monika Wagner unmittelbar vor der Verwirklichung ihrer Träume: "Am Samstag fliege ich nach Uganda." Dort wird die gelernte Gesundheits-Krankenpflegerin ehrenamtlich in einem Waisenhaus in Kampala behinderten Kindern und deren Familien helfen. Damit unterstützt sie für sechs Monate das Projekt "Mukisa Foundation", das sich zur Aufgabe gemacht hat, Entwicklungshilfe für Bedürftige in Uganda zu leisten. Bestimmte Erwartungen nimmt Monika Wagner, die seit 2010 in Strümp lebt, nicht mit auf die Reise.

Sie hat per Mail Kontakt zu anderen Freiwilligen. Von ihnen weiß sie, dass sie "auf jeden Fall Schokolade mitbringen" soll. Ansonsten will sie sich überraschen lassen. Sie ist froh, dass ihr Freund David das komplette Vorhaben moralisch unterstützt: "Vielleicht können wir per Skype telefonieren und uns dann sogar sehen." Auch ihr Arbeitgeber, das Dominikus-Krankenhaus in Heerdt, unterstützt sie und hat die Gesundheits-Krankenpflegerin in der Gefäßchirurgie für diese Zeit freigestellt.

"Dafür wurde der Arbeitsvertrag reduziert", erklärt Monika Wagner. Sie hat trotzdem voll gearbeitet und die dabei gesammelten Überstunden fließen nun in ihren Auslands-Aufenthalt ein: "Aber notfalls hätte ich auch gekündigt", bekräftigt sie ihren Entschluss. Dass es nun so geregelt ist, macht sie glücklich. Denn sie muss viel in die Reise investieren. Flug, Impfungen, Versicherung, Unterkunft im Gästehaus in Kampala – da kommt einiges zusammen: "Dafür fahre ich jetzt mein altes Auto noch ein paar Jahre länger.

Die Reise ist auf jeden Fall eine gute Investition." Tagsüber ist die Verpflegung vor Ort in der Übernachtungspauschale enthalten. In der Freizeit bleibt das ihre Sache. Aber diese Zeit möchte Monika Wagner auch nutzen, um sich in Uganda Nationalparks anzusehen und Land und Leute kennenzulernen. "Du kannst gerne kommen", lautete die Antwort aus Kampala auf ihre Bewerbung. Diesen Satz nimmt Monika Wagner jetzt mit auf die lange Reise mit.

Informationen über "Mukisa Foundation" inklusive Spendenkonto-Angaben auf der Seite

(RP)