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Meerbusch: Strümper rudert für Deutschland

Meerbusch : Strümper rudert für Deutschland

Der 21-jährige Andreas Baloghy aus Strümp trainiert bis zu neun Mal die Woche beim Crefelder Ruder-Club. Der 1,95 Meter große Athlet startet morgen mit seinen Teamkollegen in St. Petersburg in Russland im Achter über die Sprintdistanz.

Eine besondere Ehre kommt an diesem Wochenende dem 21-jährigen Andreas Baloghy zuteil. Der erfolgreiche Ruderer aus Strümp wurde vom Deutschen Ruderverband zusammen mit seinen Vereinskameraden vom Crefelder Ruder-Club für die internationale Sprintregatta in St. Petersburg nominiert.

Gestern hob der Flieger mit den Achter-Ruderern von Düsseldorf nach St. Petersburg ab. Auf dem Programm steht neben Training und dem Wettkampf auch ein umfangreiches kulturelles und gesellschaftliches Programm. Unter anderem ist die Deutsche Auswahlmannschaft zu einem Empfang beim Gouverneur eingeladen.

Highlight bleibt für die Sportler jedoch die Sprint-Regatta am Pfingstsonntag, die vom Weltruderverband FISA durchgeführt wird. Als Einladungsregatta hat die FISA nur die schnellsten Boote der Welt eingeladen, sodass der deutsche Achter unter anderem gegen Boote aus den Niederlanden und den USA antreten muss.

Die Nominierung als Sprintnationalmannschaft erfüllt die Athleten mit sichtlichem Stolz. Zwar dominiert der Krefelder Ruderer-Achter die deutsche Sprintszene deutlich und gewannen in den vergangenen beiden Jahren jeweils die Ruder-Bundesliga, sowie seit vier Jahren ununterbrochen die Deutsche Sprintmeisterschaft. Dennoch gibt es international nahezu keine Sprintregatten. Das stellt auch DRV-Cheftrainer Hartmut Buschbacher fest: "Die Krefelder haben ihre physische und psychische Stärke auf der Sprintdistanz in den letzten Jahren unter Beweis gestellt." "Die extrem kurze Strecke erfordert Sprint-Experten. Sie sind daher für diese Aufgabe genau das richtige Team", lautet seine Begründung für die Nominierung.

Der Weltverband ist von der Entwicklung in der Ruder-Bundesliga beeindruckt und will daher testen, ob auch international die Möglichkeiten bestehen, den Rudersport zuschauerwirksamer zu präsentieren. Und eben für diese Veranstaltung in Russland hat der Deutsche Ruderverband nun den Männerachter des Crefelder Ruder-Clubs nominiert.

Im historischen Zentrum von St. Petersburg werden viele Zuschauer Gelegenheit bekommen, internationalen Topathleten anzufeuern. Beim Start der Ruder-Bundesliga-Saison am vergangen Wochenende in Frankfurt waren rund 20 000 Zuschauer am Mainufer. Wie viele es in St. Petersburg werden, darauf ist ist der Strümp Athlet besonders gespannt. Zudem werden die Rennen live im russischen Fernsehen übertragen. Und auch die Frage, ob sie in St. Petersburg ähnlich erfolgreich abschneiden können, interessiert Baloghy, der bis zu neun Mal in der Woche trainiert.

"Ich bin sehr stolz in St. Petersburg im Deutschlandtrikot an den Start zu gehen", freute sich der seit seiner Jugend in Strümp lebende Baloghy nach der Bekanntgabe der Nominierung. "In Deutschland sind wir mit Abstand das schnellste Boot, also brauchen wir uns sicherlich auch nicht vor den internationalen Gegnern verstecken", sagte der 1,95 Meter große Baloghy selbstbewusst. "Trotzdem haben wir natürlich Respekt vor den Gegnern und sind gespannt, was uns in St. Petersburg erwartet."

(RP)