Strümp: Pfarrheim ist verkauft, die Gemeinde sucht neue Räume

Die Caritas übernimmt : Strümper Pfarrheim ist verkauft

Der Vertrag zwischen der Caritas Krefeld und der bischöflichen Vermögensverwaltung ist unterschrieben. Die Gemeinde sucht nach wie wie vor Räume für ihre Treffen.

Flapsig gesagt: „Es ist alles in trockenen Tüchern.“ Hans-Georg Liegener, Vorstand des Caritas-Verbandes Krefeld, bestätigt, dass der lang geplante Kauf des Strümper Pfarrheimes durch die Caritas erfolgt sei. Die bischöfliche Genehmigung liege vor. Der Justiziar des Bischofs habe sein Siegel daruntergesetzt. Damit scheint das Schicksal des Gebäudes besiegelt zu sein.

Bereits seit einem Jahr wird es nicht mehr genutzt. Zuvor war es für fünf Jahre an die Stadt als Flüchtlingsunterkunft vermietet worden, wobei es jedoch nur drei Jahre dafür genutzt wurde. Das Vorgehen des Kirchenvorstands und von Pfarrer Norbert Viertel hatte für Unmut gesorgt, weil die Gemeindemitglieder weder bei der Vermietung an die Stadt noch über den geplanten Verkauf informiert worden waren. Immerhin hatten Bürger von Strümp Eigenleistungen beim Bau des Gebäudes erbracht und Gruppen für die Einrichtung gespendet, so dass sie hätten davon ausgehen können, wenigstens beratend einbezogen zu werden. Im Sommer vergangenen Jahres hatte sich eine Initiative zum Erhalt des Pfarrheims gebildet und versucht, mit den kirchlichen Gremien ins Gespräch zu kommen. Ohne Erfolg. Der Kirchenvorstand habe lediglich zugesichert, dass es weiterhin einen pastoralen Raum geben werde, möglicherweise in der heutigen Sakristei.

„Wir haben nun unsere technischen Planer beauftragt, Pläne zum Umbau beziehungsweise der Sanierung des Gebäudes sowie eines Anbaus zu erstellen“, informiert Liegener. „Damit wollen wir bei der Stadt einen Bauantrag stellen.“ Im Pfarrheim sollen sowohl der Fahrbare Mittagstisch als auch der Pflegedienst der Caritas für Meerbusch koordiniert werden. Die jetzigen Räumlichkeiten in Osterath werden dann aufgegeben. Im Bauantrag wird auch die Zuwegung geregelt, die über die Paul-Jülke-Straße erfolgen soll. Dafür wird der vorhandenen Fuß-Radweg verbreitert, damit er für die Flotte der Caritas genutzt werden kann. Ein neuer Weg für Fußgänger und Radfahrer wird parallel dazu gebaut. Auch neue Parkplätze sollen auf dem Grundstück des Pfarrheims ausgewiesen werden.

Der Platz an St. Franziskus wird derweil nicht angetastet, so dass der beliebte Weihnachtsmarkt wie gewohnt stattfinden kann. „Mit dem eigentlichen Umbau werden wir sicherlich erst im nächsten Jahr starten können“,schätzt der Caritas-Vorstand. Inzwischen haben sich „engagierte Personen“ zu einem Sachausschuss St. Franziskus in der Pfarrei zusammengefunden, die mit ersten Ideen und Erwartungen zum Gemeindeleben beitragen wollen, so die Homepage der GdG Hildegundis von Meer. Wo dieses Gemeindeleben praktisch stattfinden soll, ist allerdings unklar. „Bisher gibt es noch keine konkreten Vorstellungen, wo in Strümp Räume zur Verfügung stehen oder geschaffen werden“, informiert Max Tjaben-Stevens, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstands.

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