Meerbusch: Stromkonverter: Netzagentur kommt nach Osterath

Meerbusch: Stromkonverter: Netzagentur kommt nach Osterath

Infoabend am Donnerstag, 6. März

Die Bundesnetzagentur kommt auf Einladung der "Initiative gegen den Doppelkonverter" diese Woche nach Osterath, um den Dialog mit den Bürgern vor Ort fortzuführen und offene Fragen zu beantworten. "Zu dieser Veranstaltung möchten alle Interessierten einladen", sagt Norma Köser-Voitz, Sprecherin der Initiative. Der Infoabend beginnt am Donnerstag, 6. März, um 19 Uhr im Pfarrzentrum "Nussschale", Bommershöfer Weg 14.

" Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an alle, die Fragen zum Netzausbau, zum Netzentwicklungsplan/ Umweltbericht 2013 oder zu ihren Stellungnahmen haben", erklärt Köser-Voitz.

Hintergrund: Gesetzlich ist verankert, dass ein großer Stromkonverter mit bis zu 20 Meter hohen Hallen ans Umspannwerk Osterath angeschlossen werden muss. Aktuell läuft die Suche nach geeigneten Standorten. Netzbetreiber Amprion hatte zunächst ein Feld gegenüber der Umspannanlage Osterath als "alternativlos" bezeichnet, war später von dieser Darstellung abgerückt.

Spätestens im Sommer will das Unternehmen mindestens zwei mögliche Standorte vorstellen. Ein Kriterienkatalog war in Zusammenarbeit mit den möglicherweise betroffenen Kommunen erarbeitet worden.

Die Stadt Meerbusch hatte darauf gedrungen, dass die Zahl der betroffenen Menschen ein Kriterium wird. Die Bundesnetzagentur ist für die Bundesfachplanung zuständig, insbesondere für die Genehmigung der beiden Stromautobahnen, die an das Umspannwerk Osterath angebunden werden sollen.

Ob das Genehmigungsverfahren für den Konverter auch von der Netzagentur durchgeführt wird, steht jedoch noch nicht fest. Amprion könnte auch ein Verfahren über die Bezirksregierung beantragen. "Auch über den konkreten Standort werden wir von der Bundesnetzagentur voraussichtlich nichts in dieser Veranstaltung erfahren, da die Standortsuche in den Händen von Amprion liegt", erklärt Köser-Voitz.

(mrö)