Meerbusch: Stromkonverter: Die Kriterien für die Standortsuche

Meerbusch: Stromkonverter: Die Kriterien für die Standortsuche

Nächste Woche will Amprion den Kriterienkatalog finalisieren und im Februar die Suche starten

Welche Kriterien soll Netzbetreiber Amprion bei der Suche nach einem Standort für den geplanten Stromkonverter anlegen? Darüber gab es im Dezember ein Gespräch mit Vertretern von zwölf Städten und Gemeinden, in denen nach einem möglichen Standort gesucht werden soll. Der Konverter muss laut Gesetz zwingend ans Umspannwerk Osterath angebunden werden.

Nach einem Eilantrag der FDP-Fraktion will die Verwaltung im nächsten Bauausschuss über den Kriterienkatalog informieren; allerdings im nicht-öffentlichen Teil. "Warum nicht öffentlich?", fragt Peter Ascher von der "Initiative gegen den Doppel-Konverter Osterath". Er bemängelt fehlende Transparenz.

Unsere Zeitung dokumentiert die getroffenen Kriterien — und welche Priorität die Vertreter der Kommunen ihnen gegeben haben.

So soll es fünf Ausschlusskriterien geben. "Die Standortfläche liegt nicht in einem rechtlich streng geschützten Gebiet" ist das mit der höchsten Zustimmung (32 Vertreter der Kommunen "voll und ganz dafür", drei "eher ja". Bei dem Standort soll es sich nicht um eine mit Wohnbebauung besiedelte Fläche handeln (32 "Voll und ganz", 0 "Eher ja"). Die Standortfläche soll mit den Zielen der Raumordnung vereinbar sein (23 "Voll und ganz", 7 "Eher ja", 3 "Eher nein"). Die zusammenhängend nutzbare Fläche besitzt einen Zuschnitt von 370x260 Metern, alle Möglichkeiten, das Gebäude tiefer zu legen, sind zu nutzen (15 "Voll und ganz", 8 "Eher ja", 6 "Überhaupt nicht"). Neu aufgenommen wurde das Kriterium "Standort nur in Gewerbegebieten". (12 "Voll und ganz", 2 "Eher ja", 7 "Eher nein", 12 "überhaupt nicht").

Daneben wurden elf Abwägungskriterien festgezurrt. Meerbuschs Umweltamtsleiter Heiko Bechert brachte die Forderung ein: "Im Umfeld leben möglichst wenige Menschen." Dem stimmten 23 Vertreter der Kommunen "Voll und ganz" zu, vier sagten "Eher ja", sechs "eher nein", drei "überhaupt nicht".

Bis Ende Januar nimmt Amprion Hinweise der Kommunen entgegen, um den Kriterienkatalog zu vollenden. Im Februar wird der Netzbetreiber Standorte suchen und bewerten. Im zweiten Quartal sollen mehrere mögliche Standorte öffentlich vorgestellt werden.

(RP)
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