Meerbusch Streit um Gitter geht in nächste Runde - Absage nicht vom Tisch

Meerbusch · Osterather Mailauf: Stadt stellt Absperrgitter zur Verfügung – liefert sie aber nicht. Helfer würden einspringen, doch zuerst soll noch verhandelt werden

Osterather Mailauf: Stadt stellt Absperrgitter zur Verfügung — liefert sie aber nicht. Helfer würden einspringen, doch zuerst soll noch verhandelt werden

Der Osterather Turnverein wird den Mailauf vorerst nicht absagen. In den vergangenen Tagen haben sich Helfer gefunden, die mit einen Bus und einem Anhänger die benötigten 50 Absperrgitter transportieren würden. "Da helfe ich gerne, wenn die Stadt schon nicht mehr einspringt, müssen wenigstens wir Bürger zusammen halten", sagt Arndt Fiebig, der einen Anhänger zur Verfügung stellen möchte.

Hintergrund: Bereits vergangene Woche haben die Organisatoren des Osterather Mailaufs von der Stadt erfahren, dass die benötigten 50 Absperrgitter in diesem Jahr nicht von den Mitarbeitern des Bauhofs geliefert und aufgestellt werden. Eine persönliche Vorsprache bei den Mitarbeitern des Bauhofs brachte das gleiche Ergebnis.

Der Bauhof stellt zwar die Absperrgitter sowie einige Verkehrsschilder zur Verfügung — aber die Organisatoren müssen sie selbst abholen. Prompt drohten Vereinsmitglieder des Osterather Turnverein mit der Absage des Mailaufs. Es gebe keine Kapazitäten, die Schilder selbst aufzustellen und abzuholen. Die Absage ist aber immer noch nicht vom Tisch. "Wir haben zwar einen Plan B", sagt Peter Müller-Mannhardt, der sich beim OTV um die Laufabteilung kümmert. Doch zunächst möchte er noch Gespräche mit Politikern führen, ob die Stadt wirklich bei der nun vorgesehenen Regelung bleiben kann. "Dann werden wir uns noch mal zusammen setzen und entscheiden, ob wir den Mailauf absagen oder nicht", sagt Müller-Mannhardt.

Sollte der Bauhof wirklich nicht einspringen — wären zusätzliche Helfer nötig, die einen Tag vor und einem Tag nach dem Lauf die Schilder abholen, aufstellen und wieder zum Bauhof zurückbringen werden. Aber: "Die Grenze unserer Belastbarkeit ist erreicht", sagt Müller-Mannhardt. Der OTV fühle sich von der Stadt nicht unterstützt. In anderen Städten — wie etwa beim Korschenbroicher City-Lauf — laufe das problemlos. "Da werden die Gitter kurz vorher aufgestellt und direkt danach wieder abgebaut. Warum klappt das in Meerbusch nicht?"

"Wir wollen alle Veranstalter gleich behandeln", sagt Stadt-Sprecher Michael Gorgs und verweist auf das Ergebnis der Sitzung des Hauptausschusses vom März. Dort war das umstrittene Thema Verkehrsschilder Gegenstand einer langen Diskussion. Bis zur eventuellen einer Neuregelung nach der Wahl, wird die Stadt die Schilder kostenlos herausgeben und das Aufstellen kontrollieren. Mehr nicht.

(RP)
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