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Stadtteilfest in Büderich mit vielen Nationen

Fest in Büderich-Süd : Minztee, Couscous und Gebäck

Das 21. Stadtteilfest brachte mit bunten Spielen, Spezialitäten aus der Türkei, Marokko und Polen, Musik und Unterhaltung beste Stimmung.

Pünktlich zum Start der 21. Auflage des Stadtteilfests auf dem Gelände des Abenteuerspielplatzes in Büderich zeigte sich die Sonne. „Die hatten wir fest eingeplant“, freut sich Beate Enzel.

Die pädagogische Leiterin des Abenteuerspielplatzes betont, dass das in den Rahmen des Projekts „Büderich Süd“ eingebundene Fest in erster Linie für die Bewohner der angrenzenden Siedlung gedacht ist: „Und von dort sind heute sehr viele gekommen.“ So wie Fatima Bouras. Sie ist in Meerbusch geboren und legt Wert darauf, ihren drei Kindern die marokkanische Sprache zu vermitteln: „Sie sollen wissen, wo ihre Wurzeln liegen.“ Auch deshalb beteiligt sie sich an dem von Awo-Mütterzentrum ins Leben gerufenen Sprachprojekt, in dem Hocharabisch, die  Standardsprache gegenüber der Umgangssprache,  vermittelt wird. „Es gibt viele Interessenten“, weiß Awo-Projektleiterin Magdalena Czaja. Sie war es auch, die Fatima überredete, für das Buffet zum Stadtteilfest marokkanischen Spezialitäten zu kochen und zu backen. „Das war viel Arbeit, aber alle aus der Familie haben geholfen. Es ist ja für einen guten Zweck“, sagt Fatima, während sie mit ihrem Mann Abdelmalik Couscous mit Gemüse oder Hähnchen verteilt, köstlich-süßen Minztee anbietet und erklärt, dass das Gebäck aufgebacken und mit Olivenöl oder Honig beträufelt am besten schmeckt.

Neben dem Stand mit den duftenden Spezialitäten war die Hüpfburg stark umlagert, stieg der als „Abenteuerspielplatz-Allrounder“ bekannte Georg Vinzens aufs Dach, um die Seifenblasenmaschine in Gang zu setzen und ließen es sich die Besucher bei gespendeten Kuchen aus der Bäckerei Puppe und kühlen Getränken vom Getränkemarkt Küppers gutgehen. Auf keinen Fall fehlen darf Karl Bongartz. Als Fünky bekannt legt er untermalt vom Gitarrenspiel Hits aus mehreren Jahrzehnten auf. Diese stimmungsmachende musikalische Begleitung schallt über das gesamte Gelände, auch bis zum hinteren Teil des Abenteuerspielplatzes.

Dort hatte sich die Polizei positioniert, um Fahrräder zu codieren, war die GWH Wohnungsbaugesellschaft mit Geschicklichkeitsspielevertreten, wurde beim Team der Kita „Sonnengarten“ gebastelt und die Kunstlehrerin Petra Castrup beim Filzen von bunten Kraken dicht umlagert. Martin Matuszak, Bezirkssozialarbeit und für das Stadtteilprojekt Büderich zuständig, ist zufrieden: „Erst haben alle mitgeholfen, jetzt feiern sie zusammen.“ Er erinnert, dass das Stadtteilbüro am Badener Weg 26a immer donnerstags von 14-16 Uhr zwecks „unverbindlicher Beratung“ geöffnet ist. Über diese kurzen Wege und die enge Kooperation freut sich Beate Enzel: „Martin Matuszak vernetzt und wir sind an der Front.“ So sollen auch die Stadtteilkonferenzen wieder aktiviert werden. „Außerdem sind noch einige Plätze für die Stadtranderholung frei “, fordert Beate Enzel auf, sich bei ihr zu melden: Tel. 02132-8717.