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Meerbusch: Stadtranderholung startet durch

Meerbusch : Stadtranderholung startet durch

Seit 30 Jahren findet in Meerbusch die Stadtranderholung statt. Sie bietet ein betreutes Programm für Schulkinder von acht bis zwölf Jahren. Auch dieses Jahr gibt es für die Kinder viel zu unternehmen – trotz häufiger Regenschauer.

Seit 30 Jahren findet in Meerbusch die Stadtranderholung statt. Sie bietet ein betreutes Programm für Schulkinder von acht bis zwölf Jahren. Auch dieses Jahr gibt es für die Kinder viel zu unternehmen — trotz häufiger Regenschauer.

Die zweite Woche der Stadtranderholung hat begonnen. Mit 180 Teilnehmern und 36 jugendlichen Betreuern sind in diesem Jahr Spaß und Abwechslung für alle daheimgebliebenen Schulkinder von acht bis zwölf Jahren garantiert. Nur das Wetter scheint nicht so zu wollen wie die Kinder, die in Regenjacken auf dem Gelände des TD Lank 07 herumlaufen und bester Laune sind. Die ersten zwei Tage lang waren die Aussichten passabel, am dritten Tag begann jedoch der Regen, der nicht mehr aufhörte.

Trotz der Dauernässe ist die Stimmung in diesem Jahr ausgezeichnet. "Diese Ferien ist es unglaublich friedlich, obwohl das Wetter so schlecht ist", sagt Leiterin Beate Enzel, die die Position bereits seit sechs Jahren innehat und vorher für den Abenteuerspielplatz in Büderich verantwortlich war. "Den Kindern ist das Wetter ganz egal, solange sie beschäftigt sind."

Enzel hat vorgesorgt und ein wasserdichtes Programm auf die Beine gestellt. Jetzt spielt sich im großen Gemeinschaftszelt ein Großteil des Geschehens ab und statt ins Freibad gehen die Kinder ins Hallenbad. Wie in den Vorjahren steht auch eine Hüpfburg bereit, daneben gibt es eine Auswahl an Brettspielen und Diabolos.

Diejenigen, die sich trauen, können außerdem bei Regen an einer Schnitzeljagd teilnehmen. Sozialpädagogin Enzel sagt dazu: "Das Gute an dem Wetter ist, dass sich sonst fast alles draußen abspielt und die Kinder sich jetzt anders beschäftigen."

Die meisten Teilnehmer sind dabei, eine Tanz-Choreographie unter dem diesjährigen Motto einzustudieren: Dschungel. Mit exotischen Instrumenten wie einem Didgeridoo wird dazu musiziert. Am Donnerstag soll das Programm den Eltern vorgeführt werden. Wenn das Wetter mitspielt auch mit "Dschungelbar" und alkoholfreien Cocktails.

Lea Eda (10) spielt lieber mit Freundin Lena Stellmacher (10) Halli Galli und sieht den Anderen beim Tanzen zu. Sie ist das zweite Mal dabei. "Mittwoch bin ich beim Turnen von einer der Stangen beim Fußballfeld gefallen", erzählt sie aufgeregt. "Am liebsten mag ich aber trotzdem die Hüpfburg."

Von 9 bis 16 Uhr sind die Kinder in der Stadtranderholung beschäftigt. Die ehrenamtlichen Betreuer von 15 bis19 Jahren bleiben noch länger, übernachten sogar im Zelt, um auf die Geräte aufzupassen. Für Leiterin Enzel sind sie eine große Hilfe. "Wir schimpfen immer über die Jugend, aber diesen Einsatz muss man auch honorieren."

(RP)