Vorlesepate Krumi liest in der Meerbuscher Eisdiele Pra Levis

Sommerparty für Kinder : Vorlesenachmittag in Büderich mit Eis und Zaubertricks

„Ich sehe hier eins, drei, fünf –  wartet: 13 Kinder“, behauptet Krumi. Luise, Lilly, Emilia, Lukas, Dana, Noah, John und Luis kichern und berichtigen ihn: „Wir sind doch nur acht!“ Sie alle haben sich mit ihren Eltern oder Großeltern am Samstagnachmittag in der Traditions-Eisdiele „Pra Levis“ am Deutschen Eck im Büderich versammelt, um Krumis witzigen und aufregenden Geschichten  zu lauschen.

Wolfgang Krumnacker, alias „Krumi“, lächelt und greift nach seiner ersten Lektüre: „Die Olchis aus Schmuddelfing“. Während die Kinder eifrig an ihrem Eis – eine Sonderkreation des Hauses – schlecken, beginnt er vorzulesen. Es ist nicht das erste Mal, dass der 73-Jährige dies tut: Seit nunmehr elf Jahren findet er großen Gefallen daran, Kindern seine Lieblingsgeschichten vorzutragen. „Ich bin zufällig an das Ehrenamt herangekommen. Meine Frau hatte damals in der Rheinischen Post einen Artikel über die Veranstaltung „Düsseldorf liest vor“ gelesen. Das hat mich interessiert, und ich bin hingegangen“, erzählt Krumi von den Anfängen seiner Karriere als Vorlesepate. Heute, elf Jahre später, ist er an seiner Aufgabe gewachsen und hat seine Zuhörer bereits unzählige Male mit wunderbaren und lustigen Geschichten verzückt.

Auch dieses Mal: Die Kinder prusten, als er sie fragt, ob sie denn, genau wie die Olchis, im Müll baden. „Diese Verabredungen sind mit keinem Geld der Welt zu bezahlen“, sagt der Rentner. „Die Kinder geben mir so viel mehr zurück, als ich ihnen gebe.“ Der Mann, der heute ein Hawaii- Hemd trägt, hat bereits vielerorts gelesen: In Grundschulen, Kindergärten, Büchereien und im Landtag. In der Büdericher Eisdiele hat er bereits seit Jahren einen „Vorlese-Stammplatz“.

Eines ist ihm dabei unheimlich wichtig: Es mache keinen Unterschied, ob zwei oder 200 Kinder vor ihm säßen, für ihn habe jeder „Termin“ die gleiche Bedeutung.

Am Ende, das köstliche Eis ist längst verzehrt, hält Krumi noch eine Überraschung für sein junges Publikum bereit. Er zaubert, was das Zeug hält: Er lässt Tücher in einem Hut verschwinden, verwandelt einen grünen Puschel in  einen Blumenstrauß und lässt mit Hilfe von Emilia eine weiße Kerze unter einem geblümten Tuch verschwinden.

Nicht nur die Kinder sind angetan von diesen Zaubertricks, auch die Erwachsenen können sich ein herzhaftes Lachen nicht verkneifen, sodass ein lauter Applaus den Schluss des lustigen, spannenden und herzlichen Nachmittags markiert. Wolfgang Krumnacker resümiert: „Heute war ein toller Sommerferienanfang.“

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