Stadtschönheit von Meerbusch ermittelt

Neue Frisur, neues Make-up, neues Styling : Schnipp, Schnapp: Da waren die Zöpfe ab

Mit ihrem auffallenden „Kleopatra-Look" wurde Jessica Gröschel zur Meerbuscher "Stadtschönheit" gewählt. Die sechs weiteren Teilnehmerinnen waren vom Umstyling im Salon Heike Müller by Oliver Schmidt ebenfalls begeistert

Es herrscht Ruhe in der Fußgängerzone in Lank. Nur im Salon Heike Müller by Oliver Schmidt ist Hochbetrieb.

Jessica Gröschel ist eine weitere Stadtschönheit von Meerbusch. Sie entschied sich zu einer radikalen Veränderung und ließ sich kurz entschlossen ihre Zöpfe abschneiden. Foto: RP/Uwe Dollberg/Oliver Schmidt Hairdesign

Gegen 15 Uhr wird noch eifrig gefönt, gelockt, geschminkt. Sieben Friseurinnen vollenden ihr Werk an den sieben Frauen, die beim Wettbewerb um die Meerbuscher Stadtschönheit angetreten sind. Dann kommt der spannende Moment der Abstimmung. Wie schon eine Woche zuvor in Büderich entscheiden sich Heike Müller und ihr Team dafür, den zweiten Platz zwei Mal zu vergeben: an Fabienne Heinecke und Monika Derricks

Die Wahl ihrer Favoritin war unumstritten. Jessica Gröschel machte unter den Händen ihrer Friseurin Cansel die spektakulärste Verwandlung durch und wird darum zur Stadtschönheit gekürt. Mit ihrem rabenschwarzen „Kleopatra-Look“ sticht die Meerbuscherin, die in Krefeld wohnt, unter ihren zumeist blonden Mitbewerberinnen heraus. Jessica Gröschel bewies auch den größten Mut. Sie hält zwei dicke Zöpfe hoch: „Alles ab! Ich hab mich tatsächlich getraut!“ Schon lange wollte sie es „ein bisschen kürzer“. Dass daraus mehr wurde, kostete sie einige Überwindung. Wie wird ihr Freund reagieren? „Ich hoffe, gut“, sagt sie und lacht. Dessen Schwester Maja ist sich sicher. „Ich kenne ihn. Er wird begeistert sein.“ Sie begleitete ihre künftige Schwägerin und freut sich mit ihr: „Du siehst toll aus.“

Die zweiten Siegerinnen sind ebenfalls glücklich. Wohlwollend betrachtet Monika Derricks ihren verwuschelten Bubikopf, der durch einen neuen Schnitt und helle Strähnen aufgefrischt wurde. „Man versucht ja immer, das Beste aus sich zu machen“, sagt sie. „Früher war ich im Außendienst und achtete schon deshalb sehr auf mein Erscheinungsbild. Mit einer guten Frisur und einem dezenten Make up fühlt man sich einfach besser.“

Fabienne Heinecke suchte schon lange nach einer Veränderung und nutzte die Möglichkeit, sich in die Hände von Profis zu begeben. Mit der Foliage-Technik bekam ihr stufiger Bob sanfte Farbübergänge. „Kürzer sollte es nicht werden“, sagt sie. „Ich heirate im September und will mir für die Brautfrisur viele Varianten offenhalten.“ Sie wohnt mit ihrem Verlobten um die Ecke des Salons. Neugierig kommt er gegen Ende der Aktion vorbei. „Ich wollte nie, dass ihre Haare etwas dunkler werden“, sagt er. „Aber so ist es super.“

Heike Müller macht noch einmal deutlich, dass es ihr nicht leicht gefallen sei, eine Rangfolge festzulegen: „Sie sind alle Siegerinnen.“ Tatsächlich sehen auch die anderen vier Damen klasse aus: Doris Stracke mit ihrem kurzen Look. Bettina Radmacher, die schon viele Farben und Schnitte ausprobiert hat und sich vertrauensvoll in die Hände der Profis begab: „Die sollen einfach machen.“ Bianca Scharnweber genoss es, sich endlich einmal Zeit für sich zu nehmen. „Vor drei Jahren wurde ich Mutter“, erzählt sie. „Bei der Geburt verlief nicht alles glatt, es dauerte, bis ich wieder auf die Beine kam.“ Gern opferte sie etliche Zentimeter ihres Haars, das nun wesentlich heller ist. Zufrieden? „Noch etwas ungewohnt. Aber mir gefällt‘s.“ Auch Julia Hauswirth will bald heiraten und hoffte auf Ideen für ihre Brautfrisur. Bei ihr kam der „Kalligrafic Cut“ zum Einsatz, weich fallen ihr die Stufen ins Gesicht. „Das Styling mit dem Lockenstab traue ich mir auch alleine zu“, sagt sie. „Ich hab genau aufgepasst.“

Regina Goldlücke

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