Lank-Latum: Rund um die Geschichte der Kirchenglocken

Lank-Latum : Rund um die Geschichte der Kirchenglocken

Zur Einstimmung läuten in der Teloy-Mühle die Kirchenglocken von St. Stephanus. Mit dieser Band-Aufnahme beginnt ein 90-minütiger Vortrag, der vom Heimatkreis Lank unter dem Titel "Die Geschichte der Glocken in den Kirchen und Kapellen der Pfarrei Hildegundis von Meer" angekündigt war.

Heimatkreis-Geschäftsführer Franz Jürgens stimmte mit der ersten Strophe von Schillers "Lied der Glocke" auf das Thema ein und vermittelte Beispiele von Glocken in frühen Kulturen seit dem Beginn des Bronzeguss ab etwa 2200 v. Chr. Weiter ging es mit bekannten Glocken wie den "Dicken Pitter" im Kölner Dom mit einem Gewicht von 24.000 Kilo oder die Glocke in Loose, Missouri mit den Namen der Einwanderer. Im Mittelpunkt des Vortrags von Theo Haefs standen die Glocken in den einzelnen Stadtteilen, die zur Pfarrei Hildegundis von Meer gehören. Diese hatte Haefs aufwendig fotografiert, teils an nicht ganz ungefährlichen Orten. Es ging um Zeremonien und Geschichten, unter anderem über das Schmelzen der Glocken in St. Nikolaus Osterath beim Brand 1642, einen zerschellten Dachreiter und die damit zerstörte Wandlungsglocke an St. Stephanus Lank, die 1942 im Krieg als "Metallspende" eingesammelten Kirchenglocken und die Glocken über den alten Schulen in Bösinghoven und Ilverich. Dazu erzählt Franz Jürgens: "Bevor es Elektrizität gab, rief das Läuten der Glocken die Kinder zur Schule." Georg Neuhausen, Leiter Heimatkundlicher Arbeitskreis, bedankte sich bei Franz Jürgens und Theo Haefs: "Gut aufbereitete und zum großen Teil bisher nicht bekannte Heimatgeschichte."

(mgö)
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