Mundarttheater aus Meerbusch spendet an Vereine

Spenden für acht Meerbuscher Vereine : Lotumer Buretheater spendet 8000 Euro

Trotz gleichbleibender Eintrittspreise erwirtschaftet das Mundarttheater Überschüsse. Sie kommen in jedem Jahr sozialen Zwecken zugute.

Seit Jahrzehnten ist der Eintrittspreis (zwölf Euro) für eine Vorstellung des Lotumer Buretheaters gleich geblieben. „Obwohl viele dazugehörigen Aktivitäten viel teurer geworden sind“, so Kassierer Wolfgang Küsters.

Trotzdem werden Überschüsse erwirtschaftet. „Um sie in kompletter Höhe an soziale Zwecke weitergeben zu können, veranstalten wir keine großartige Spendengala“, erklären Werner Schmalbach und Peter Pütz. Eingeladen wurden die Spendenempfänger trotzdem – in den sommerlich gestalteten Garten des Cafés La Pähd, bei Kuchen und Kaffee. In diesem Rahmen nahmen Vertreter von acht Vereinen und Institutionen eine Spende von je 1000 Euro entgegen. „Wir gestalten das Außengelände um und brauchen auch für die Ausstattung neuer Bildungsbereiche jeden Euro“, bedankt sich Angela Pütz, Leitung Kita St. Stephanus Lank-Latum und Buretheater-Schauspielerin. „Wir müssen viele Löcher stopfen, die Kosten für Heu und Stroh sind stark gestiegen“, freut sich Michaela Danker, Betriebsleitung Arche Noah. Und auch Albert Güllmann, Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer des Seniorenzentrums Malteserstift St. Stephanus, versichert, dass mit der Spende „zahlreiche Wünsche erfüllt werden können.“ Christa Bundesmann, seit 22 Jahren Bewohnerin des Malteserstifts, weiß das zu schätzen: „Wir freuen uns sehr, etwas anderes sehen, zu erleben.“ Die Hospizbewegung Meerbusch, vertreten durch Marie-Sofie Schillings, wird mit der Spende die Bemühungen um trauernde Jugendliche unterstützen und Meerbusch hilft will die Aktivitäten rund um die „Tafel“ aufstocken. „Wir planen einen Bringdienst. Dazu brauchen wir mehr Personal“, sagt Jochen Petzold. In der Montessori-Gesamtschule dagegen sollen die Besucher richtig geleitet werden. „Mit aufgemalten Montessori-Sprüchen auf den Wegen“, erklärt Gerhard Huberti vom Förderverein. Und auch die Caritas Palliativpflege-Station Meerbusch und der Caritasverband Krefeld wollen die Spende gezielt einsetzen.

Vorschläge, an wen die jährlichen Überschüsse gehen, kommen aus den eigenen Reihen des Mundarttheaters. „Wir stimmen ab,“ so Werner Schmalbach. Er, Spielleiter Peter Pütz und Kulissenbauer Günther Margielsky nutzen direkt die Gelegenheit, auf das neue Stück hinzuweisen.  Der Titel „Entrekoht on Frekadelle“ verspricht Einblicke in die Lank-Latumer Gastronomie-Szene.  „Die Proben laufen bereits.“

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