Meerbuscher Lions-Club feiert 50-Jähriges

Clubmitglieder wollen Gutes tun : Lions-Club Düsseldorf-Meererbusch wird 50

Am nächsten Wochenende feiert der Lions-Club Düsseldorf-Meererbusch sein 50-jähriges Bestehen. Damit ist der Club fast genauso alt wie die Stadt Meerbusch.

Es ist jetzt 50 Jahre her, seit sich Dieter Veltjens dem Motto „We serve“ im Sinne von „Wir dienen“ verpflichtet hat.

Der damals 38-Jährige war im April 1969 jüngster Mitbegründer des Lions-Club Düsseldorf-Meererbusch: „Mit 14 weiteren Mitgliedern teilweise aus anderen Düsseldorfer Clubs – darunter der spätere erste Meerbuscher Bürgermeister Ernst Wilhelm Handschumacher und Frid Muth als Ratsherr sowie Gründer des Meerbuscher Kulturkreises – haben wir im heutigen Hotel Villa Meererbusch zusammengesessen.“ Im November 1969 schließlich wurde der Club offiziell in die internationale Lions Organisation aufgenommen.

Damit ist der Lions-Club Düsseldorf-Meererbusch nur wenige Wochen älter als die Stadt Meerbusch, die Anfang 2020 ihr 50-Jähriges feiert. „Wir haben immer engen Kontakt zu den Stadtgremien gehabt. Unseren 50. Geburtstag feiern wir am nächsten Samstag in der Scheune des Golfparks Büderich“, erklärt Lions-Präsident Hans-Christian Ackermann.

Aus seiner Sicht steht der Club mit heute 36 Mitgliedern und einer guten Altersstruktur sehr gut da. „Andere Clubs haben Schwierigkeiten mit dem Nachwuchs. Wir haben früh genug reagiert und schon bald die Damen mit einbezogen“, ergänzt Dieter Veltjens. Ehefrau Renate hat die langsame Öffnung miterlebt: „Zu Beginn waren die Damen mit den sozialen Belangen betraut. Bald aber wurden wir auch zu Vorträgen eingeladen, und heute sind wir fast immer dabei.“ Das Ehepaar erinnert sich, wie in den Anfangsjahren „We serve“ in Form von Hilfsprojekten umgesetzt wurde: „Uns ist es sogar gelungen, vor dem Mauerfall eine Waschmaschine hinter den Eisernen Vorhang zu vermitteln.“ Der Versuch aber, Osterather Seniorinnen zum Nähen für eine gute Sache zu animieren, misslang – sie wollten nicht mehr arbeiten. Hans-Christoph Schüller berichtet, dass das Unternehmen Henkel durch Vermittlung einen ganzen Lkw voller Waschmittel ins Friedensdorf International Oberhausen geschickt hat. Dieses Friedensdorf für verletzte Kinder aus Kriegsgebieten zählt zu einem der Standard-Spendenempfängern von Lions International und des Clubs: „Im Durchschnitt spenden wir mehr als 20.000 Euro jährlich.“ Die auch für andere Projekte benötigten finanziellen Mittel ziehen die Meerbuscher Lions mit engem Kontakt zu einem französischen Club aus Aktivitäten wie Kunstversteigerungen, Benefizveranstaltungen oder dem Verkauf von Selbstgebackenem.

Damit werden vor allem im lokalen Umfeld Hilfsprojekte gefördert, Schulaktivitäten bezuschusst oder spezielle Projekte unter anderem im Mataré-Gymnasium und der Realschule Osterath, Ehrenamts-Aktivitäten oder  bedürftige Familien unterstützt. „Aber wir sammeln nicht nur Geld, wir bringen uns auch selbst ein – wir fördern gemeinsam den guten Zweck und unsere Gemeinschaftsbildung“, so Schüller. Das alles sind Aktivitäten, die auch Anton Merklinger schätzt. Der heute 31-Jährige ist das jüngste Mitglied des Meerbuscher Lions-Club und bringt dort die zuvor im Leo Club gesammelte Erfahrung ein: „Wer das 31. Lebensjahr und damit die ‚Bio-Klippe‘ erreicht, muss die Leos – eine eigenständige Jugendorganisation der Lions – verlassen“.

In den Meerbuscher Patenclub einzutreten, war für den Düsseldorfer selbstverständlich: „Das ist mein Club.“ Er schätzt unter anderem die Benefiz-Aktivitäten, die auch internationalen Kontakte unter Jugendlichen und die von den Meerbuscher Lions gelebte Offenheit: „Ich bin sehr gern dabei.“ Dass Mitglieder wie Anton Merklinger dazu beitragen, das Durchschnittsalter zu senken, sehen alle positiv. „Innerhalb von fünf Jahren haben wir es von 70 auf 65 gesenkt,“ so Präsident Ackermann. Er betont, dass sie nur auf dem Papier ein reiner Männer-Club sind, „gelebt wird ein gemischter Club – kein bisschen verstaubt mit einer generationsübergreifenden engen Gemeinschaft.“ Monika Götz

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