Meerbusch: Strahlende Kinderaugen beim Eis-Musical

Charity in Meerbusch: Strahlende Kinderaugen beim Eis-Musical

Über 90 Meerbuscher Kinder durften vergangenes Wochenende in Neuss hinter die Kulissen des Eislauf-Musicals „Das Dschungelbuch“ blicken.

Am Samstag wartete auf über 90 Meerbuscher Kinder ein besonderes Erlebnis: Zusammen mit einigen mitgereisten Eltern machten sie sich auf den Weg in die Neusser Eissporthalle. Nicht, um dort Schlittschuhlaufen zu gehen, sondern um einen Blick hinter die Kulissen des Eislauf-Musicals „Das Dschungelbuch“ zu bekommen und bei der Generalprobe zuzuschauen.

Für die Teilnehmer war der Besuch nicht zuletzt auch deshalb ein außergewöhnliches Ereignis, weil derartige Aktivitäten für sie sonst nicht zum Alltag gehören. Denn alle Teilnehmer kamen aus Familien, die nicht über genügend finanzielle Mittel verfügen, um gemeinsam ins Kino, Fußballstation oder eben in die Eislaufhalle zu gehen. Möglich gemacht wurde der Ausflug durch eine Kooperation zwischen dem Neusser Schlittschuh-Klub, der Gesellschaft „Neusser Eismärchen“ sowie dem Verein Meerbusch hilft. „Der Vater einer Darstellerin stellte den Kontakt zu Gerald Manfred Endres, Geschäftsführer der Neusser Eismärchen, her“, berichtet Dirk Thorand, erster Vorsitzender von Meerbusch hilft. „Schnell stand nach guten Gesprächen fest, dass wir Freitickets für die Generalprobe bekommen werden.“ So genossen 220 bedürftige Meerbuscher die Geschichte über Mowgli, den lustigen Bären Baloo und Co. in einer besonderen Inszenierung auf Eis. Die Teilnehmer des Ausflugs hatte der Verein Meerbusch hilft zuvor bei den Abgabestellen der örtlichen Tafel angesprochen. „Es freut uns sehr, dass auch viele Geflüchtete mitgefahren sind“, erzählt Dirk Thorand. Einer der Busse wurde durch Zuwendungen durch das Integrationsprojekt „Komm-an NRW finanziert, die übrigen mit allgemeinen Spendemitteln. Die leuchtenden Augen der mitgereisten Kinder zeigten dem Verein, dass er mit seiner Aktions ins Schwarze getroffen hat. Für die Zukunft kann sich der Verein deshalb gut vorstellen, das Projekt zu wiederholen, sofern genügend Spendemittel vorhanden sind.

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