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Osterath: Großes Erntefest der Bruderschaft

Osterath : Großes Erntefest der Bruderschaft

Pünktlich zum Erntefest der St.-Sebastianus-Bruderschaft Osterath zeigte sich auch das Wetter von seiner besten Seite und so fanden am Sonntag mehrere hundert Besucher den Weg zum Bruderschaftsland auf der Goergesheide.

Dieses Land, das der Bruderschaft seit dem Mittelalter gehört, liegt hinter dem Kindergarten am Uerdinger Gerichtsweg. Ursprünglich diente es unter anderem als Schießplatz. Heute dient es viel friedvolleren Zwecken.

 Die Kaltblüter von Heinz-Peter Kreuels zeigten, wie früher die Pferde mit einer Egge zur Feldarbeit eingesetzt worden sind.
Die Kaltblüter von Heinz-Peter Kreuels zeigten, wie früher die Pferde mit einer Egge zur Feldarbeit eingesetzt worden sind. Foto: bruderschaft/schöndeling/privat

Als Alternative zum bisherigen Pfarrfest feierten zahlreiche Vereinigungen der Katholischen Pfarrgemeinde Hildegundis von Meer zusammen mit der Bruderschaft Erntedank.

So begann das Fest mit dem Erntedank-Gottesdienst unter einem großen bunten Zeltdach. Kinder des Katholischen Familienzentrums hatten für diesen Gottesdienst passende Lieder einstudiert.

Nach dem Gottesdienst fuhren 40 historische Traktoren, die teilweise aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg stammen, in einer langen Parade auf den Festplatz und wurden den vielen Besuchern von Heinz-Peter Hoerschgens sachkundig vorgestellt, so Norbert Schöndeling, Brudermeister der St. Sebastianus Bruderschaft Osterath.

Besonders spannend war das Fest auch für die Kinder. Kinderspiele wurden unter anderem von der mobilen Jugendarbeit Karibu, den Osterather Messdienern, dem Familienmesskreis und dem Gemüsehof Frenken angeboten. Die Schießsportabteilung der Bruderschaft bot die Möglichkeit, mit modernen Lichtschießanlagen zu trainieren. Im Mittelpunkt des Festes standen Aktionen rund um die historische Landwirtschaft.

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Auf einem abgegrenzten Ackerstück wurden außerdem historische Maschinen auch in Aktion gezeigt und erläutert. So wurden im Vorfeld historische Pflanz- und Erntemaschinen restauriert und wieder in Gang gebracht. Unter anderem konnten die Besucher einen über 60 Jahre alten Kartoffelroder bestaunen, der mit seinen Zinken die Kartoffeln aus dem Boden schleuderte. Kinder konnten auf verschieden alten Pflanzmaschinen Platz nehmen und selber Kartoffeln und Kohlpflanzen setzen.

Ein besonderer Blickfang war auch das Pferdegespann von Heinz-Peter Kreuels. Die beiden Kaltblüter zogen nicht nur einen historischen Leiterwagen, sondern wurden auch vor eine Egge gespannt. Obwohl die Pferde heute nicht mehr zur Feldarbeit eingesetzt werden, meisterten sie ihren Arbeitseinsatz perfekt. So konnten die Besucher erleben, wie noch in den 1940-er Jahren die Felder bearbeitet wurden.

Ein großer Café-Bereich lud zum Familientreff ein. Die Caritas versorgte die zahlreichen Gäste mit Suppe, die Marine-Kompanie mit Reibekuchen und Würstchen. Die Katholische Frauengemeinschaft hatte anlässlich ihres 125-jährigen Bestehens eine Cafeteria aufgebaut. Der Eine-Welt-Laden informierte über sein Angebot, und der St.-Stephanus-Chor Lank-Latum lud an einen Weinstand ein.

(RP)