Zehn Jahre Trattoria Luca In Büderich: Der Sizilianer, der gegrillte Haxen liebt

Zehn Jahre Trattoria Luca In Büderich: Der Sizilianer, der gegrillte Haxen liebt

Es müssen Tonnen von Nudeln und viele Meter Salsiccia sein, die Francesco Giunta in dieser Zeit seinen Gästen serviert hat - in diesen zehn Jahren, die vergangen sind, seitdem er in Büderich, am Ende der Dorfstraße am Landsknecht, seine Trattoria Luca eröffnete.

Es müssen Tonnen von Nudeln und viele Meter Salsiccia sein, die Francesco Giunta in dieser Zeit seinen Gästen serviert hat - in diesen zehn Jahren, die vergangen sind, seitdem er in Büderich, am Ende der Dorfstraße am Landsknecht, seine Trattoria Luca eröffnete.

2008 war das, Anfang März - und der damals 53-jährige Italiener ging mit viel Optimismus an die neue Aufgabe. Dass er guter Dinge war, hat sicher auch daran gelegen, dass das Luca in Büderich nicht das erste Restaurant war, das der gelernte Koch übernahm oder eröffnete. 1972 als 18-Jähriger nach Deutschland gekommen, begann der junge Mann aus einer kleinen Stadt in der Nähe von Catania auf Sizilien sehr schnell eine steile Karriere in der Gastronomie. Er war erst 23, als er sein erstes Restaurant in Dülken eröffnete. Mehrere andere folgten - und nie hatte er wirtschaftliche Probleme, sondern gab die Betriebe weiter, wenn sie gut liefen und er Neues ausprobieren wollte.

Am Ende kam er nach Büderich, und offenbar ist er dort heimisch geworden, denn nun sind es schon zehn Jahre in der Trattoria Luca.

Das Restaurant ist in der Zeit immer wieder in verschiedenen Restaurantführern gepriesen worden, aber der überzeugendste Qualitätsbeweis ist der Blick in den Gastraum an einem Abend nach 18 Uhr - da sind fast immer alle Plätze besetzt, und wer spontan kommt, braucht Glück, um einen Platz zu bekommen. Vor allem am Wochenende.

Die Nummernschilder auf dem Parkplatz vor dem Haus zeigen eins deutlich: Es gibt viele Stammgäste aus Düsseldorf.

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Man könnte es auch so ausdrücken: Einer der Lieblingsitaliener der linksrheinischen Düsseldorfer sitzt in Büderich. Da das aber direkt vor der Haustür liegt und von vielen eh als Vorort der Landeshauptstadt empfunden wird, ist das kein Problem. Das sehen auch viele Prominente so. Wer genauer hinschaut, kann häufig Gesichter entdecken, die er aus dem Fußball, dem Kino oder dem Fernsehen kennt. Oder aus Geschäften auf der Düsseldorfer Königsallee.

Auf der überschaubaren Karte finden sich, täglich ergänzt, die italienischen Klassiker - Pasta in einigen (aber nicht zu vielen!) Variationen, Vorspeisen, Fisch, Fleisch geschmort oder vom Grill. Die Spaghetti Aglio e Olio sind großartig, stehen geschmorte Ochsenbäckchen auf der Karte, sollte man sie unbedingt kosten, und wer nachher eine Tiramisu nimmt, wird sich fühlen wie irgendwo in Bella Italia, wo la Mama am Herd steht und Lucio Dalla aus den Lautsprechern klingt.

Der Padrone mag kein Gericht nennen, das er für eine besondere Spezialität des Hauses hält - er schätzt und beherrscht Italiens Küche vom hohen Norden bis in den tiefen Süden, und die ist durchweg gut. Wenn überhaupt, empfiehlt er das geschmorte Kaninchen.

Und er selbst, was liebt er an der deutschen Küche? Die Antwort kommt umgehend: gegrillte Schweinehaxe und Currywurst. Für beides hat er besondere Adressen - eine in Krefeld, die andere in der Düsseldorfer Altstadt beim Uerige. Das Jubiläum wird das Luca in den nächsten Wochen immer wieder mit besonderen Angeboten begehen, sagt der Chef. Zusätzlich zu den Degustation-Menüs, zu denen er übers Jahr verteilt immer wieder einlädt - mit italienischen Weinen und besonderen Leckereien verschiedener Regionen.

Hans Onkelbach

(RP)