Denkmalschutz in Meerbusch Ladestraße in Osterath soll Denkmal werden

Osterath · Fachleute vom LVR Amt für Denkmalpflege sollen prüfen, ob der Komplex aus Güterschuppen, Silo und Lagergebäude die Kriterien erfüllt. Die Stadt Meerbusch als Eigentümerin soll den Antrag stellen, empfiehlt der Kulturausschuss.

 Der Gebäudekomplex an der Ladestraße 1-3 besteht aus Güterschuppen, Silo und Lagergebäude.

Der Gebäudekomplex an der Ladestraße 1-3 besteht aus Güterschuppen, Silo und Lagergebäude.

Foto: Hans-Juergen Bauer (hjba)

(ena) Der Kulturausschuss empfiehlt dem Rat der Stadt Meerbusch zu beantragen, dass der gesamte Gebäudekomplex an der Ladestraße 1-3 am Osterather Bahnhof als Ensemble unter Denkmalschutz gestellt wird. Die Kulturpolitiker haben den entsprechenden Antrag der FDP mehrheitlich beschlossen.

Der Gebäudekomplex samt alter Pflasterung sei schützenswert, weil er ein Dokument aus der Geschichte der Eisenbahn in Osterath und damit auch ein Stück Industriegeschichte sei. Zudem bildeten die Gebäude einen architektonischen Kontrapunkt mit historischem Hintergrund zu dem unmittelbar benachbarten neuen Wohngebiet Ostara, so FDP-Politiker Michael Bertholdt im Ausschuss.

Der Gebäudekomplex besteht aus drei Teilen: der Güterschuppen, das Silo und ein Lagergebäude. Stephanie Roters von der Unteren Denkmalbehörde der Stadt berichtete in der Sitzung von einem Ortstermin an der Ladestraße mit Fachleuten des Landschaftsverband Rheinland (LVR), die für die Prüfung zuständig sind. „Die Bewertung hat ergeben, dass der Güterschuppen als durchaus denkmalwürdig eingeschätzt wurde.“ Schwieriger sei es mit den beiden anderen Gebäuden. „Dort greift der Denkmalschutz wohl nicht“, so ihre Einschätzung. Sie schränkte jedoch ein, dass beim Ortstermin jedes Gebäude für sich geprüft worden sei. Die Kulturpolitiker hoffen nun, dass eine Prüfung des gesamten Ensembles als Denkmalbereich anders, nämlich positiv ausfällt.

Der Güterschuppen an der Ladestraße ist in authentischem Zustand. Allerdings gibt es im Rheinland viele solcher Gebäude. Deshalb, so erklärte Roters, müsse der Antrag auf Unterschutzstellung seitens der Stadt gestellt werden, weil das LVR Amt für Denkmalpflege derzeit in der Region Anfragen bearbeite, die höhere Priorität hätten. Die Stadt ist Eigentümerin der Gebäude.

(ena)
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