Meerbusch: Stadt: Konverter nicht ans Umspannwerk anbinden

Meerbusch: Stadt: Konverter nicht ans Umspannwerk anbinden

Morgen Abend informiert die "Initiative gegen den Doppelkonverter" ab 18 Uhr in Osterath

Der Fachbereich Umwelt arbeitet derzeit intensiv an einer Stellungnahme der Stadt zum Netzentwicklungsplan 2013. Sie muss bis 20. Oktober bei der Bundesnetzagentur vorliegen. "Wir prüfen die neuen Fakten sorgfältig und werden auch in diesem Verfahrensschritt unmissverständlich Position beziehen", kündigte gestern Bürgermeister Dieter Spindler (CDU) an. Die Meerbuscher Position: Ein neuer Netzverknüpfungspunkt muss her, der Konverterstandort Osterath ist – nicht zuletzt wegen der Nähe zur Wohnbebauung – unzumutbar. Auf die Strategie der Bundesnetzagentur, über Konverterstandorte erst zu einem späteren Verfahrenszeitpunkt zu entscheiden, wolle sich die Stadt nicht einlassen. Heiko Bechert, Leiter des Fachbereichs Umwelt im Rathaus, rückt drei Kritikpunkte in den Fokus: Im jetzt vorgelegten Umweltbericht zum Netzentwicklungsplan sei noch immer der Netzverknüpfungspunkt Osterath festgeschrieben. "Die von uns eingeforderte Diskussion über Standortalternativen hat nicht stattgefunden", so Bechert. Zweitens: Im Entwurf des Umweltberichtes zum Netzentwicklungsplan 2013 wird zwar angeführt, dass "Konverter nicht zwingend unmittelbar am Standort des Netzverknüpfungspunktes liegen müssen". Bechert: "Diese Angabe ist uns eindeutig zu sehr verwässert, das werden wir erneut bemängeln." Es sei nahe liegend, vor diesem Hintergrund in aller Deutlichkeit eine Verlegung des Netzverknüpfungspunktes in Richtung des Braunkohletagebaus anzudenken. Und drittens: Im Entwurf des Umweltberichtes wird erstmals von Beeinträchtigungen gesprochen, die Bau und Betrieb des Konverters mit sich bringen. Wörtlich heißt es dort: "Vor allem die hohe Konverterhalle kann über Wechselwirkungen mit dem Schutzgut Landschaft Menschen, die menschliche Gesundheit und deren Erholung beeinträchtigen." Bechert: "Dieser Punkt kommt unseren Argumenten, die wir gemeinsam mit der Initiative gegen den Konverter ins Feld geführt haben, schon sehr entgegen – das ist neu." Jetzt sei es wichtig, dass Stadtrat, Verwaltung und Meerbuscher Bürger gegenüber der Bundesnetzagentur und dem Netzbetreiber Amprion weiterhin in breitem Schulterschluss aufträten.

Am morgigen Mittwoch wollen Mitglieder der "Initiative gegen den Doppelkonverter" ab 18 Uhr im Restaurant "Trilogia", Hochstraße 29, in Osterath Tipps geben, wie die Einwandschreiben formuliert werden können. Dazu gibt es auch Informationen über weitere Hintergründe des Netzentwicklungsplans.

(mrö)
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