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Meerbusch: Stadt: Düsseldorf soll Böhlerstraße rasch ausbauen

Meerbusch : Stadt: Düsseldorf soll Böhlerstraße rasch ausbauen

Großes Wohngebiet an Stadtgrenze zu Büderich geplant

Die Stadt Düsseldorf plant an der Stadtgrenze zu Büderich auf einem 13 Hektar großen Gelände im Stadtteil Heerdt ein Wohngebiet mit rund 900 Wohneinheiten. Zwischen Hansaallee und Willstätter Straße, Böhlerstraße und dem "Forum Oberkassel" soll neben den Häusern zudem eine viergruppige Kindertagesstätte gebaut werden, ferner sollen ein Studentenwohnheim und Gastronomiebetriebe entstehen. Die Verwaltung der Stadt Meerbusch hofft, dass das Neubauvorhaben Meerbusch einen Hebel gibt, die Verlängerung der Böhlerstraße in Richtung A52-Anschluss zu forcieren.

Anfang des Monats hatte die Landeshauptstadt die Stadt Meerbusch aufgefordert, sich zu dem Vorhaben zu äußern. Darüber entscheidet der Planungsausschuss am 7. Mai. Die Verwaltung schlägt vor, die Zustimmung zu erteilen – unter der Voraussetzung, dass die Verlängerung der Böhlerstraße nach Südwesten zur Neusser Straße in Meerbusch-Büderich und damit zur Anschlussstelle Meerbusch/Neuss der A52 kurzfristig, spätestens aber bis zur Wirksamkeit der Bauleitpläne realisiert und dem Verkehr übergeben wird.

Die Düsseldorfer Planungen hingegen sehen die Verlängerung der Böhlerstraße erst mittelfristig vor. "Das Plangebiet wird durch die Böhlerstraße, Willstätterstraße und Hansaallee erschlossen", heißt es in der Vorlage der Düsseldorfer. "Die Anbindung an das öffentliche Netz und das Individualverkehrsnetz ist gut. Mittelfristig wird die Erschließung durch den Ausbau der Böhlerstraße noch verbessert."

Die Stadt Meerbusch drängt vor allem deshalb auf den Ausbau der Böhlerstraße, weil auch Böhler Pläne für ein Wohngebiet an der Stadtgrenze zu Düsseldorf hat. Auf dem 260 000 Quadratmeter großen Areal n der Stadtgrenze zu Düsseldorf sollen 157 Wohneinheiten und 30 Gewerbebauten entstehen.

Die Pläne für den Ausbau der Straße stehen bereits seit vier Jahren. Düsseldorf und Meerbusch kooperieren bei dem 4,4 Millionen Euro teuren Projekt – und teilen sich die Kosten. Die Meerbuscher hatten ihren Anteil bereits in diesem Jahr in den Haushalt eingestellt. "Wir hätten gerne schon in diesem Jahr angefangen. Auf unserer Seite ist alles klar", erklärte Stadtsprecher Michael Gorgs bereits im Juli vergangenen Jahres. "Aber wir sind in der Sache auf den großen Partner angewiesen."

(RP)