TSV führt Parkour ein Die Kunst des Springens und Kletterns

Meerbusch · Parkour ist die Kunst der Bewegung im urbanen Raum, die Sportler bewegen sich kletternd, springend und hangelnd in der Stadt. Beim TSV kann man Parcours in den Osterferien ausprobieren.

 Florian Liermann zeigt den Anfängern Parcours

Florian Liermann zeigt den Anfängern Parcours

Foto: RP/Christoph Baumeister

Auf schmalen Stangen balancieren, schwerelos von Mauer zu Mauer springen sowie an Baugerüsten klettern und entlanghangeln – das alles und noch viel mehr gehört zum Trendsport Parkour, den der TSV Meerbusch jetzt neu in sein Angebot aufgenommen hat.

Am 27. April startet der Basiskurs für Kinder und Jugendliche zwischen acht und 18 Jahren. Er umfasst elf Einheiten, bei denen die beiden Trainer Florian Liermann und Max Biskup den Teilnehmern die Grundlagen des Sports näherbringen werden. Für den Kursus sind noch einige Plätze frei. Zuvor werden in den Osterferien zwei kostenlose Schnuppertermine angeboten, bei denen sich Interessierte ein Bild von Parkour machen können.

Doch was zeichnet die scheinbar simple Sportart, bei der nur der eigene Körper benötigt wird, eigentlich aus? „Im Grunde geht es darum, sich schnell, sicher, kraftsparend und effizient von A nach B zu bewegen“, erklärt Florian Liermann. Für ihren Sport nutzen die Athleten, auch Traceure genannt, alles, was sich ihnen im urbanen Straßenraum in den Weg stellt: Mauern, Streben oder Geländer, die als natürliche Hindernisse überwunden werden müssen. Die Traceure überqueren diese im Sprung oder kletternd und hangelnd, um auf dem schnellsten Weg ans Ziel zu kommen. „Parkour fordert den eigenen Körper und fördert die Kraft, Beweglichkeit, Geschicklichkeit und Entschlossenheit“, erklärt Liermann.

Seine Wurzeln hat Parkour in Frankreich. Sébastien Foucan kreierte als Teenager die Trendsportart gemeinsam mit seinem damaligen Kumpel David Belle. Foucan kennen viele als Kino-Terroristen Mollaka aus der Verfolgungsjagd im 2006 gedrehten James Bond-Blockbuster „Casino Royale“. Dort jagt ihn Bond-Darsteller Daniel Craig kreuz und quer über eine Großbaustelle, rast geländerlose Treppenhäuser hinab, klettert auf Baukräne und balanciert auf deren Auslegern. Doch anders als in dem Kinostreifen wird die Kunst der effizienten Fortbewegung beim TSV Meerbusch ausschließlich auf öffentlichen Plätzen und in deutlich weniger schwindelerregenden Höhen auf dem Vereinsgelände oder auf Spielplätzen ausgeübt. „Das was in den Film passiert, hat wenig mit dem zu tun, was wir den Kindern zeigen und beibringen werden“, betont Liermann.

Das Thema Sicherheit stehe stets an erster Stelle, denn niemand solle sich durch eine Unachtsamkeit verletzen. „Bevor wir uns an Sprünge und Runs wagen, werden erst einmal die Sicherheitstechniken erläutert und wie man sicher auf verschiedenen Körperflächen landet“, betont der 26-Jährige.

Körperliche Voraussetzungen für Parkour gebe es keine, eine gewisse Grundfitness sei allerdings von Vorteil. „Zudem muss eine Bereitschaft da sein, Herausforderungen anzunehmen“, sagt Liermann. Die Sportart fordert und fördert Kinder im besonderen Maße. So gilt es nicht nur, Entscheidungen zu treffen, wie man welches Hindernis bezwingt. Parkour stärkt auch die Flexibilität als auch die Belastbarkeit. „Die „Kids“ lernen, ihre Reflexe einzusetzen und stärken ihr Selbstbewusstsein durch das erfolgreiche Passieren der Hürden“, sagt der TSV-Trainer.

Schnuppertermine Mittwoch, 13. April: 17.30 bis 19 Uhr, Treffpunkt: Parkplatz Alte Schule, Bösinghovener Straße 55 und Freitag, 22. April: 17.30 bis 19 Uhr, Treffpunkt: TSV-Vereinsheim, Nierster Straße 96. Anmeldung unter gs@tsv-meerbusch.de oder 01578 9080730.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort