Fußball : Zu grün hinter den Ohren

Fußball-Oberligist TuS Bösinghoven verlor trotz solider Leistung in Homberg am Ende deutlich mit 0:3 (0:1). Die Schwarz-Gelben vergaben zu viele Chancen und haderten darüber hinaus mit dem Schiedsrichter.

Binnen zwei Minuten zeigte Schiedsrichter Marcus Droste Daniel Klinger die zweite Gelbe Karte und schickte den TuS-Verteidiger frühzeitig unter die Dusche. Für den TuS Bösinghoven war die Partie damit gelaufen. Trainer Martin Stasch nahm Klinger in Schutz: "Mit ein wenig Fingerspitzengefühl hätte der Referee das anders lösen können." Zum Zeitpunkt dieses Platzverweises lag der TuS gegen den VfB Homberg bereits mit 0:2 zurück. "Danach hieß es, möglichst keine Gegentore mehr zu bekommen", so Stasch. Eines musste sein Team dann doch noch hinnehmen: Almir Sogolj erhöhte in der 75. Minute auf 3:0.

Das Ergebnis fiel schließlich höher aus, als es der Spielverlauf vermuten ließ. Der TuS spielte von Beginn an konzentriert und erspielte sich mehrere gute Chancen. "Eigentlich kann ich meinen Spielern keinen Vorwurf machen. Wir haben uns so viele Gelegenheiten erarbeitet wie zuvor auswärts noch nie", sagte Stasch. Sowohl Mehmet Yesil als auch Kevin Dauser und Bekim Kastrati ließen jedoch gute Möglichkeiten verstreichen. "Vielleicht waren wir in manchen Situation zu grün hinter den Ohren", analysierte der junge Trainer.

Dabei stand die Partie in Homberg zunächst unter guten Vorzeichen. Neben Klinger kehrte auch Boubacar Coulibaly zurück ins Team. Neuzugang Patrick Iwersen verdrängte im Tor derweil Oliver Haßler, der bisher den Kasten hütete. Das erste Mal den Ball aus dem Netz fischen musste er nach einem verwandelten Foulelfmeter. Roberto Gambino hatte seinen Gegenspieler im Strafraum zu Fall gebracht, Chamdin Said traf für die Gastgeber zum 1:0. Damit mussten der TuS erneut einem Rückstand hinterherlaufen. In mittlerweile acht von neun Pflichtspielen lag er inzwischen zurück. "Das kann nicht sein. Das müssen wir dringend abstellen", monierte Stasch. Während seine Spieler gute Chancen herausspielten, diese aber vergaben, zeigte Homberg eine Tugend, die den Bösinghovenern am Sonntag abging: Effizienz. Per Konter erhöhte Demircan Dikmen auf 2:0, und Sogolj legte das 3:0 durch einen fragwürdigen Freistoß nach.

(RP/ac)